Kommentar zu niiu.de
Es sollte wohl ein Dienst für all jene werden, die ihre Zeitung gern in die Hand nehmen. Das unvergleichliche Gefühl morgens die überdimensionierten Seiten umzublättern. Der Laptop kommt erst gar nicht in die Gefahrenzone. Kaffee plus Schwerkraft plus Müdigkeit sind für technische Geräte eine gefährliche Mischung. Von der gedruckten Version haben in öffentlichen Verkehrsmitteln sogar noch die Sitznachbarn etwas. Das Schönste an dieser Idee ist jedoch, dass die spannenden Themenfelder nicht mehr herausgesucht werden müssen, denn das wurde schon beim Bestellen der Zeitung erledigt.
Being my own Chefredakteur
Das Prinzip ist eigentlich recht einfach: Der zukünftige Individualzeitungsleser wählt ein Ressort einer großen Tageszeitung, darunter zum Beispiel "Frankfurter Rundschau" und "The New York Times" und schon werden die jeweiligen Inhalte in die persönliche Ausgabe aufgenommen. Ähnlich läuft es mit den Artikeln von Onlineplattformen. Rechts zeigt eine kleine Anzeige, wie viel Platz noch zur Verfügung steht. Es stehen auch vorgefertigte Profile zur Auswahl, die einen Teil des Entscheidungsdrucks abnehmen. Hinterher können noch Position und Schwierigkeitsgrad des Sudoku sowie Layout und ein Titel bestimmt werden. Inklusive Grübeln und Ausprobieren verschiedener Kombinationen hat das Zusammenstellen etwa 30 Minuten gedauert.
Es hat unter anderem deswegen so lange gedauert, weil ich zunächst einige der angeführten Blogs besucht habe, um zu wissen, was ich da in die physische Welt hole. Am witzigsten erscheint die Tatsache, dass www.blogpiloten.de bei den Internetinhalten zur Auswahl steht. Ein Blog über Blogs wird ausgedruckt.
Neu und zum Scheitern verurteilt
Die Liste der zur Verfügung stehenden Tageszeitungen und Internetquellen ist noch recht kurz. Außerdem ist es bisher nur möglich die Zeitung nach Berlin zu bestellen. Aber all das will ich den Machern der niiu nicht vorwerfen, schließlich steckt das Projekt noch in der Testphase. Wenn sich aber der neugierige Nutzer tagelang auf dieses Experiment gefreut hat und der Briefkasten völlig leer bleibt, ist das schon ziemlich unprofessionell. Die Ausdruckzeitung wäre sicherlich keine dauerhafte Alternative gewesen, schon allein, weil nur die ersten drei Ausgaben kostenlos sind.
Ich glaube, relativ viele Menschen mögen ihre Nachrichten wie ich: Auf dem Bildschirm, mit Links zu Originalquellen und Kommentaren, mit Video- und Audiokomponenten, mit ein bisschen Werbung dazwischen, denn das alles produziert sich schließlich nicht selbst. Sie auszudrucken ist müßig, nicht umsonst wird den gedruckten Nachrichten seit Jahren der Untergang prophezeit, daran wird auch eine Individualisierung nichts ändern. Wer danach noch Papier anfassen möchte, sollte es mit Magazinen und Büchern probieren. Wer das nicht will, der hat bestimmt schon längst einen E-Reader.
Being my own Chefredakteur
Das Prinzip ist eigentlich recht einfach: Der zukünftige Individualzeitungsleser wählt ein Ressort einer großen Tageszeitung, darunter zum Beispiel "Frankfurter Rundschau" und "The New York Times" und schon werden die jeweiligen Inhalte in die persönliche Ausgabe aufgenommen. Ähnlich läuft es mit den Artikeln von Onlineplattformen. Rechts zeigt eine kleine Anzeige, wie viel Platz noch zur Verfügung steht. Es stehen auch vorgefertigte Profile zur Auswahl, die einen Teil des Entscheidungsdrucks abnehmen. Hinterher können noch Position und Schwierigkeitsgrad des Sudoku sowie Layout und ein Titel bestimmt werden. Inklusive Grübeln und Ausprobieren verschiedener Kombinationen hat das Zusammenstellen etwa 30 Minuten gedauert.
Es hat unter anderem deswegen so lange gedauert, weil ich zunächst einige der angeführten Blogs besucht habe, um zu wissen, was ich da in die physische Welt hole. Am witzigsten erscheint die Tatsache, dass www.blogpiloten.de bei den Internetinhalten zur Auswahl steht. Ein Blog über Blogs wird ausgedruckt.
Neu und zum Scheitern verurteilt
Die Liste der zur Verfügung stehenden Tageszeitungen und Internetquellen ist noch recht kurz. Außerdem ist es bisher nur möglich die Zeitung nach Berlin zu bestellen. Aber all das will ich den Machern der niiu nicht vorwerfen, schließlich steckt das Projekt noch in der Testphase. Wenn sich aber der neugierige Nutzer tagelang auf dieses Experiment gefreut hat und der Briefkasten völlig leer bleibt, ist das schon ziemlich unprofessionell. Die Ausdruckzeitung wäre sicherlich keine dauerhafte Alternative gewesen, schon allein, weil nur die ersten drei Ausgaben kostenlos sind.
Ich glaube, relativ viele Menschen mögen ihre Nachrichten wie ich: Auf dem Bildschirm, mit Links zu Originalquellen und Kommentaren, mit Video- und Audiokomponenten, mit ein bisschen Werbung dazwischen, denn das alles produziert sich schließlich nicht selbst. Sie auszudrucken ist müßig, nicht umsonst wird den gedruckten Nachrichten seit Jahren der Untergang prophezeit, daran wird auch eine Individualisierung nichts ändern. Wer danach noch Papier anfassen möchte, sollte es mit Magazinen und Büchern probieren. Wer das nicht will, der hat bestimmt schon längst einen E-Reader.
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