Internationaler Frauentag
Gleichbehandlung, Mindestlöhne oder das Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr – dies sind einige der Forderungen der Frauen des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB. Frauenorganisationen sind sich einig: Nicht nur Länder der Dritten Welt hätten mit Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern zu kämpfen, auch in einer hochentwickelten Industrienation wie Deutschland seien gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse noch nicht erreicht.
Neben häuslicher Gewalt zeigt sich in der Bundesrepublik die mangelnde Gleichberechtigung der Geschlechter vor allem daran, dass Frauen mit Kindern schlechtere Karrierechancen haben und vermehrt Lohnunterschiede im Vergleich zu den Männergehältern auftreten. Im Durchschnitt verdienen Frauen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 17 Prozent weniger als die Männer. Damit bildet das Land eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.
Schlechtes Abschneiden im europäischen Vergleich
Gründe für die geringeren Gehälter gibt es viele: Frauen sind seltener in Führungspositionen vertreten, arbeiten in Branchen mit niedrigerem Entgeltniveau und eine mangelnde Kinderbetreuung erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Zeiten der Wirtschaftskrise aber werden die Arbeit und der Verdienst der Frauen immer wichtiger. In vielen Familien ist die Frau bereits der Familienernährer geworden.
Aus diesem Anlass werden am 8. März viele Frauenorganisationen durch diverse Veranstaltungen auf die bestehenden Probleme aufmerksam machen. Der von Frauenrechtlerin Clara Zetkin vorgeschlagene und 1911 zum ersten Mal zelebrierte Gedenktag wurde 1977 von den Vereinten Nationen als Internationaler Frauentag anerkannt. Heute kämpfen die Frauen in Deutschland nicht mehr für ihr Wahlrecht, sondern vor allem für gleiche Teilhabe an Bildung, beruflicher Entwicklung, Einkommen und Aufstieg.
Mut zur Einmischung
Laut Magdalena Kurzeja, Sprecherin des Frauenverbands Courage e.V., ist ein Großteil der weiblichen Bevölkerung unzufrieden mit ihrer Situation. Es müsse aber mehr Mut gefasst werden, sich aktiv in die "große" Politik einzumischen. Ansätze zeigten sich bereits im letzten Jahr: "Die breiten Proteste der Erzieherinnen, der Kampf der Ärztinnen gegen ihre Arbeitsbedingungen, der Arbeitskampf der (überwiegend) weiblichen Reinigungskräfte, der Bildungsstreik der Schüler/innen und Studenten und Studentinnen sprechen eine deutliche Sprache", so Frau Kurzeja.
Die Organisation "Terre de Femmes" sieht ebenfalls großen Nachholbedarf bei der internationalen Anerkennung und Achtung der Frauenrechte als Menschenrechte. Demonstrationen in Großstädten wie Berlin, Podiumsdiskussionen, Infostände oder Unterschriftenaktionen sind geplant.
Doch hat sich laut Jenny Huschke vom DGB Bundesvorstand die Protestkultur in der Gesellschaft verändert. "Viel wurde zumindest auf der juristischen Ebene an Gleichstellung erreicht", sagt sie. Viele junge Frauen hielten sich demnach auch für gleichberechtigt, denn sie haben mittlerweile die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Bildung wie die Männer. Die Ungleichbehandlung beginnt meist erst mit dem Eintritt ins Berufsleben. Jenny Huschke ist der Meinung: "Neuer Feminismus äußert sich zum Beispiel eher online als auf der Straße."
Viel zu tun für die deutsche Politik
Anke Brüchert von "Terre de Femmes" sieht klar die Politik in der Verantwortung, zum Beispiel im Bereich der Frauenförderung in der Entwicklungshilfe. Auch sollte laut Frauenverband Courage nicht länger vorgetäuscht werden, dass Familie und Beruf leicht vereinbar wären. Verbesserungsvorschläge gibt es viele, nur hapert es an der politischen Umsetzung und dem damit verbundenem finanziellen Aufwand. Doch das wollen die Frauenorganisationen nicht einfach hinnehmen. Bereits am 26. März bietet sich mit dem sogenannten "Equal Pay Day" erneut eine Gelegenheit, für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzutreten.
Neben häuslicher Gewalt zeigt sich in der Bundesrepublik die mangelnde Gleichberechtigung der Geschlechter vor allem daran, dass Frauen mit Kindern schlechtere Karrierechancen haben und vermehrt Lohnunterschiede im Vergleich zu den Männergehältern auftreten. Im Durchschnitt verdienen Frauen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 17 Prozent weniger als die Männer. Damit bildet das Land eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.
Schlechtes Abschneiden im europäischen Vergleich
Gründe für die geringeren Gehälter gibt es viele: Frauen sind seltener in Führungspositionen vertreten, arbeiten in Branchen mit niedrigerem Entgeltniveau und eine mangelnde Kinderbetreuung erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Zeiten der Wirtschaftskrise aber werden die Arbeit und der Verdienst der Frauen immer wichtiger. In vielen Familien ist die Frau bereits der Familienernährer geworden.
Aus diesem Anlass werden am 8. März viele Frauenorganisationen durch diverse Veranstaltungen auf die bestehenden Probleme aufmerksam machen. Der von Frauenrechtlerin Clara Zetkin vorgeschlagene und 1911 zum ersten Mal zelebrierte Gedenktag wurde 1977 von den Vereinten Nationen als Internationaler Frauentag anerkannt. Heute kämpfen die Frauen in Deutschland nicht mehr für ihr Wahlrecht, sondern vor allem für gleiche Teilhabe an Bildung, beruflicher Entwicklung, Einkommen und Aufstieg.
Mut zur Einmischung
Laut Magdalena Kurzeja, Sprecherin des Frauenverbands Courage e.V., ist ein Großteil der weiblichen Bevölkerung unzufrieden mit ihrer Situation. Es müsse aber mehr Mut gefasst werden, sich aktiv in die "große" Politik einzumischen. Ansätze zeigten sich bereits im letzten Jahr: "Die breiten Proteste der Erzieherinnen, der Kampf der Ärztinnen gegen ihre Arbeitsbedingungen, der Arbeitskampf der (überwiegend) weiblichen Reinigungskräfte, der Bildungsstreik der Schüler/innen und Studenten und Studentinnen sprechen eine deutliche Sprache", so Frau Kurzeja.
Die Organisation "Terre de Femmes" sieht ebenfalls großen Nachholbedarf bei der internationalen Anerkennung und Achtung der Frauenrechte als Menschenrechte. Demonstrationen in Großstädten wie Berlin, Podiumsdiskussionen, Infostände oder Unterschriftenaktionen sind geplant.
Doch hat sich laut Jenny Huschke vom DGB Bundesvorstand die Protestkultur in der Gesellschaft verändert. "Viel wurde zumindest auf der juristischen Ebene an Gleichstellung erreicht", sagt sie. Viele junge Frauen hielten sich demnach auch für gleichberechtigt, denn sie haben mittlerweile die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Bildung wie die Männer. Die Ungleichbehandlung beginnt meist erst mit dem Eintritt ins Berufsleben. Jenny Huschke ist der Meinung: "Neuer Feminismus äußert sich zum Beispiel eher online als auf der Straße."
Viel zu tun für die deutsche Politik
Anke Brüchert von "Terre de Femmes" sieht klar die Politik in der Verantwortung, zum Beispiel im Bereich der Frauenförderung in der Entwicklungshilfe. Auch sollte laut Frauenverband Courage nicht länger vorgetäuscht werden, dass Familie und Beruf leicht vereinbar wären. Verbesserungsvorschläge gibt es viele, nur hapert es an der politischen Umsetzung und dem damit verbundenem finanziellen Aufwand. Doch das wollen die Frauenorganisationen nicht einfach hinnehmen. Bereits am 26. März bietet sich mit dem sogenannten "Equal Pay Day" erneut eine Gelegenheit, für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzutreten.
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