Verkaufsstart des Jubiläumswerkes "Zur Geschichte der Stadt Mittweida"
Alte Schriften und Dokumente aus den Archiven der Stadt und der Hochschule dienten zur Recherche. Quelle: Hochschularchiv
In Vorbereitung auf den 800. Jahrestages der ersten urkundlichen Erwähnung hatte die Stadtverwaltung Mittweida eine Arbeit über die Stadtgeschichte initiiert. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida. Innerhalb von nur eineinhalb Jahren ist ein umfangreiches
Geschichtswerk von über 500 Seiten entstanden. In einem allgemein
beschreibenden Teil wird die Entwicklung der Stadt im Laufe der Geschichte erzählt. Dies wird durch die Chronik ergänzt,
die umfangreich mit biografischen und wirtschaftsgeschichtlichen Fakten
der wichtigsten Ereignisse aufwartet.
Vor etwa 100 Jahren gaben Carl August Funk und Robert William Arthur Sauer "Zur Geschichte der Stadt Mittweida und Ihrer Umgebung" heraus. Seither ist keine neue Chronik erschienen. In dem aktuellen Werk sind die neuesten Erkenntnisse der vergangenen 100 Jahre eingearbeitet und Fehler aus dem letzten Werk korrigiert. Schirmherren des Projekts sind Oberbürgermeister Matthias Damm und der Rektor der Hochschule, Professor Lothar Otto. Oberbürgermeister Damm sagt über das Buch: "Mit dieser Publikation ist ein Werk entstanden, das nicht nur als Nachschlagewerk angesehen werden soll, sondern Mittweidaer Geschichte erlebbar macht."
Viele Bilder und eine Spur Ungewöhnliches
Die geschichtlichen Fakten werden durch über 300 Bilder und Fotografien aufgelockert. So sind beispielsweise alle Bürgermeister seit 1833 und die Ehrenbürger der Stadt mit Foto vertreten. Viele der Bilder zeigen Mittweida im Wandel der Zeit. So entsteht schon beim ersten Durchblättern des Werks ein guter Einblick in die facettenreiche Geschichte der Stadt. Das Buch soll so nicht nur die älteren Einwohner der Stadt ansprechen, sondern auch das Interesse der Jungen für die Geschichte Ihrer Heimatstadt wecken.
Ein Kapitel befasst sich mit Sagen, Geschichten und Ungereimtheiten. Eine Sage dürfte besonders die Studenten der Hochschule Mittweida interessieren: Auf dem Galgenberg hinter der Direktorenvilla liegen mehrere große Gesteinsbrocken verteilt. Auf einem dieser Stein soll ein "Klauenabdruck des Teufels" zu sehen sein. Dieser Stein ist nicht gekennzeichnet. Es braucht also ein gutes Auge, um diese Kuriosität zu entdecken. In welchem Zusammenhang der Teufel und auch die Hochschule mit den Steinen stehen sollen, ist in diesem Buch zu finden.
Mittweida im Mittelpunkt
Eine der Autorinnen ist Dr. Marion Stascheit. Als Leiterin des Hochschularchivs ist sie die Projektleiterin seitens der Hochschule. Laut Stascheit war die Vorbereitungszeit von eineinhalb Jahren kürzer, als für so ein Projekt üblich und die Arbeit somit zum Ende sehr stressig. Doch sie versichert, dass "das keinen Einfluss auf die Qualität des Werkes hatte." Der Projektleiter seitens der Stadtverwaltung, Dipl.-Ing. Ralf Schreiber, betont, dass "die Autoren die geschichtlichen Ereignisse neutral betrachten und der Leser somit selbst eine Wertung vornimmt".
Die Autorengemeinschaft setzt sich aus sechs Personen zusammen. Ein Teil von ihnen sind ehemalige Mitarbeiter der Hochschule, der andere Teil steht nicht in Verbindung zur Hochschule, kommt aber aus Mittweida. Der Projektleiter der Stadtverwaltung Schreiber gibt zu bedenken, dass in solch einem Buch, wäre es durch einem externen Chronisten verfasst worden, deutsch-sächsische Geschichte mit Mittweidaer Geschichtseinfluss behandelt worden wäre. Durch den starken Bezug der Autoren zu Mittweida aber enthalte das Werk nun Mittweidaer Geschichte mit deutsch-sächsischem Geschichtseinfluss. Die Autoren wollten wichtige geschichtliche Ereignisse, die ganz Deutschland betreffen, in solch einem Werk nicht unbeachtet lassen. Es ist datiert, wann zum letzten Mal Juden aus Deutschland vertrieben wurden, aber es ist auch beschrieben, wie die Mittweidaer Einwohner die Wende und den Fall der Mauer in Berlin erlebten.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule erhielten die Autoren uneingeschränkten Zugriff auf das Archiv der Hochschule sowie auf die Archive der Stadt. Für die Ereignisse der letzten 100 Jahre gibt es teilweise Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. Dem Projekt ging so eine jahrzehntelange Forschung voraus. Die Kooperation zwischen Hochschule und Stadt hat eine langjährige Tradition. Schon seit der Gründung des Technikums 1867 hat die Stadt von der Hochschule profitiert und umgekehrt. Die Stadt half beispielsweise bei der Errichtung neuer Bildungsstätten und die Hochschule sorgte für die Industrialisierung der Stadt. Rektor Lothar Otto sagt über die Gemeinschaftsarbeit der beiden Institutionen: "Die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt bewährt sich seitdem bei der Lösung zahlreicher Probleme. Wenn heute der Oberbürgermeister feststellen kann, dass die Stadt ohne die Hochschule nur halb so viel wert sei, so ist das für uns ein großes Lob und Verpflichtung für die weitere Zusammenarbeit."
Das Buch sollte noch vor Weihnachten und im Jubiläumsjahr erscheinen. Anlässlich der Veranstaltung, die am 16. Dezember allen Projektbeteiligten zum Dank stattfindet, wird dieser Termin auch als Veröffentlichungsdatum und Verkaufsstart gewählt. Ausschließlich die Stadtinformation von Mittweida verkauft das Buch "Zur Geschichte der Stadt Mittweida". Die erste Auflage umfasst 1.300 Stück und bisher liegen 400 Bestellungen für das Buch vor. Ein Exemplar kostet 25,90 Euro.
Vor etwa 100 Jahren gaben Carl August Funk und Robert William Arthur Sauer "Zur Geschichte der Stadt Mittweida und Ihrer Umgebung" heraus. Seither ist keine neue Chronik erschienen. In dem aktuellen Werk sind die neuesten Erkenntnisse der vergangenen 100 Jahre eingearbeitet und Fehler aus dem letzten Werk korrigiert. Schirmherren des Projekts sind Oberbürgermeister Matthias Damm und der Rektor der Hochschule, Professor Lothar Otto. Oberbürgermeister Damm sagt über das Buch: "Mit dieser Publikation ist ein Werk entstanden, das nicht nur als Nachschlagewerk angesehen werden soll, sondern Mittweidaer Geschichte erlebbar macht."
Viele Bilder und eine Spur Ungewöhnliches
Die geschichtlichen Fakten werden durch über 300 Bilder und Fotografien aufgelockert. So sind beispielsweise alle Bürgermeister seit 1833 und die Ehrenbürger der Stadt mit Foto vertreten. Viele der Bilder zeigen Mittweida im Wandel der Zeit. So entsteht schon beim ersten Durchblättern des Werks ein guter Einblick in die facettenreiche Geschichte der Stadt. Das Buch soll so nicht nur die älteren Einwohner der Stadt ansprechen, sondern auch das Interesse der Jungen für die Geschichte Ihrer Heimatstadt wecken.
Ein Kapitel befasst sich mit Sagen, Geschichten und Ungereimtheiten. Eine Sage dürfte besonders die Studenten der Hochschule Mittweida interessieren: Auf dem Galgenberg hinter der Direktorenvilla liegen mehrere große Gesteinsbrocken verteilt. Auf einem dieser Stein soll ein "Klauenabdruck des Teufels" zu sehen sein. Dieser Stein ist nicht gekennzeichnet. Es braucht also ein gutes Auge, um diese Kuriosität zu entdecken. In welchem Zusammenhang der Teufel und auch die Hochschule mit den Steinen stehen sollen, ist in diesem Buch zu finden.
Mittweida im Mittelpunkt
Eine der Autorinnen ist Dr. Marion Stascheit. Als Leiterin des Hochschularchivs ist sie die Projektleiterin seitens der Hochschule. Laut Stascheit war die Vorbereitungszeit von eineinhalb Jahren kürzer, als für so ein Projekt üblich und die Arbeit somit zum Ende sehr stressig. Doch sie versichert, dass "das keinen Einfluss auf die Qualität des Werkes hatte." Der Projektleiter seitens der Stadtverwaltung, Dipl.-Ing. Ralf Schreiber, betont, dass "die Autoren die geschichtlichen Ereignisse neutral betrachten und der Leser somit selbst eine Wertung vornimmt".
Die Autorengemeinschaft setzt sich aus sechs Personen zusammen. Ein Teil von ihnen sind ehemalige Mitarbeiter der Hochschule, der andere Teil steht nicht in Verbindung zur Hochschule, kommt aber aus Mittweida. Der Projektleiter der Stadtverwaltung Schreiber gibt zu bedenken, dass in solch einem Buch, wäre es durch einem externen Chronisten verfasst worden, deutsch-sächsische Geschichte mit Mittweidaer Geschichtseinfluss behandelt worden wäre. Durch den starken Bezug der Autoren zu Mittweida aber enthalte das Werk nun Mittweidaer Geschichte mit deutsch-sächsischem Geschichtseinfluss. Die Autoren wollten wichtige geschichtliche Ereignisse, die ganz Deutschland betreffen, in solch einem Werk nicht unbeachtet lassen. Es ist datiert, wann zum letzten Mal Juden aus Deutschland vertrieben wurden, aber es ist auch beschrieben, wie die Mittweidaer Einwohner die Wende und den Fall der Mauer in Berlin erlebten.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule erhielten die Autoren uneingeschränkten Zugriff auf das Archiv der Hochschule sowie auf die Archive der Stadt. Für die Ereignisse der letzten 100 Jahre gibt es teilweise Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. Dem Projekt ging so eine jahrzehntelange Forschung voraus. Die Kooperation zwischen Hochschule und Stadt hat eine langjährige Tradition. Schon seit der Gründung des Technikums 1867 hat die Stadt von der Hochschule profitiert und umgekehrt. Die Stadt half beispielsweise bei der Errichtung neuer Bildungsstätten und die Hochschule sorgte für die Industrialisierung der Stadt. Rektor Lothar Otto sagt über die Gemeinschaftsarbeit der beiden Institutionen: "Die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt bewährt sich seitdem bei der Lösung zahlreicher Probleme. Wenn heute der Oberbürgermeister feststellen kann, dass die Stadt ohne die Hochschule nur halb so viel wert sei, so ist das für uns ein großes Lob und Verpflichtung für die weitere Zusammenarbeit."
Das Buch sollte noch vor Weihnachten und im Jubiläumsjahr erscheinen. Anlässlich der Veranstaltung, die am 16. Dezember allen Projektbeteiligten zum Dank stattfindet, wird dieser Termin auch als Veröffentlichungsdatum und Verkaufsstart gewählt. Ausschließlich die Stadtinformation von Mittweida verkauft das Buch "Zur Geschichte der Stadt Mittweida". Die erste Auflage umfasst 1.300 Stück und bisher liegen 400 Bestellungen für das Buch vor. Ein Exemplar kostet 25,90 Euro.
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Kommentar von BücherWelten Mittweida | 28.07.10
Als mittweidaer Buchhandlung ist es für uns selbstverständlich, das Buch über unsere Stadt im Sortiment zu haben.
Dieses wunderbare Werk der Geschichte Mittweidas ist also von Anfang an auch bei uns erhältlich gewesen und noch immer erhältlich.
Und wir freuen uns, schon Dutzende davon an Einwohner und Besucher verkauft zu haben.