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    <title>medien-mittweida.de - Medien</title>
    <description>Der RSS-Feed des Ressort Medien der studentischen multimedialen Onlineplattform der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida - mehr unter http://www.medien-mittweida.de!</description>
    <link>http://www.medien-mittweida.de/</link>
    <language>de</language>
    <pubDate>Thu, 18 Mar 2010 15:12:07 +0100</pubDate>
    <generator>TYPOlight webCMS - Extension summarizeFeeds</generator>
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      <title>&quot;Das wirkt unseriös&quot;</title>
      <description><![CDATA[Die erste Ausgabe von "stern fashion" erreichte deutschlandweit knapp 900.000 Leser und konnte eine Reichweite von circa sieben Millionen Menschen verzeichnen. Was klingt wie ein großer Erfolg ist jedoch keine Überraschung. Wie im Vorfeld angekündigt, erschien das Fashion Issue als Beilage des stern. Somit wird es auch keinem Konkurrenzdruck durch die bisher bekannten Modemagazine ausgesetzt.<br /><br />Darin sieht Mareile Braun, Ressortleiterin Style des stern, auch den markanten Unterschied. "Stern fashion ist ein 100-prozentiges 'stern-Kind', das die Style-Kompetenz des Hauptheftes auf eine zusätzliche Abspielfläche überträgt. Da Mode und Stil über Jahre im stern vertreten und von unseren Lesern 'gelernt' sind, treten wir als kein völlig neues Magazin an den Start, sondern als eine logische und sinnvolle Ergänzung der stern-Heftinhalte. Insofern befinden wir uns auch nur in indirekter Konkurrenz zu bestehenden Modeheft-Formaten."<br /><br /><strong>Das Konzept des Supplement</strong><br /><br />Selbstsicher lässt die Style-Chefin verkünden, dass sie "ganz bewusst immer noch und immer wieder gern mit "echten" Models" arbeitet. So wurde die Titelgeschichte der bisher einzigen Ausgabe mit den Top-Models Eva Herzigova und Andrés Velencoso produziert. Der bekannten Fashion Bloggerin des Modepiloten, Kathrin Bierling, gefällt dieser Eyecatcher. "Ein super Cover-Bild passt zur Titelzeile 'Mode Lust' und macht tatsächlich Lust aufs Blättern." Jedoch nimmt dieses Modevergnügen ein jähes Ende. "Das Heft ist leider wahnsinnig dünn und nach nur 30 redaktionellen Seiten ist die Lust nicht befriedigt." <br /><br />Genannte Titelzeile, so die Ressortleiterin "bringt das Konzept des Heftes ganz gut auf den Punkt." Weiterhin meint Braun: "Wir haben Lust, aber auch die Kompetenz, [den Lesern] über die Style-Journale im Hauptheft hinaus noch viel mehr Modefacetten zu präsentieren ­ in höchster Qualität." Was klingt wie eine gut durchdachte Werbebotschaft, beruht wie Mode-Kennerin Bierling zugibt, auf echter Kompetenz. Lediglich das Wörtchen "viel" sei ein Stolperstein, da eigenständige Zeitschriften weitaus mehr zu bieten hätten.<br /><br /><strong>Inhaltliche Hoch- und Tiefpunkte</strong><br /><br />Im Vergleich mit letzt genannten schneidet das Supplement schlecht ab. Laut Bierling seien die Einstiegsseiten zum Thema "Rot", "Zarte Töne" und "Blaues Wunder" etwas "mau", da sich die Aussagen auf eine Farbe und dazu passende Kaufempfehlungen beschränken. Außerdem gäbe es "viele Modemagazine, die auf solchen Produktseiten mehr Informationen und Zusammenhänge unterbringen können." Auch die auf der Titelseite mit "neue Gesichter" angepriesen Models schätzt die Designabsolventin durchweg negativ ein. "Unsere 16 Lieblingsmodels von morgen" stammen alle von einer Agentur", und meint: "Das kann kein Zufall sein. Es wirkt unseriös." <br /><br />Weiterhin können die Produktseiten zu Beginn des Heftes Bierling sowohl inhaltlich als auch textlich nicht überzeugen. Als Beispiel führt sie an, dass "gerade bei Nudefarben und Jeanstrend es viel gibt, das man dem Leser mitgeben könnte. Dass man die gekrempelte Jeansshort eben nicht mehr nur zur Strandparty trägt wie im Beitrag: "Machen jetzt schon Lust auf Strandpartys", sondern auch zu Plateau-Sandaletten in der Stadt; dass man sie zu Blusen und Blazer kombiniert, etc." <br /><br />Überaus zu loben sei allerdings die Cover-Story, die von Ellen von Unwerth fotografiert wurde. Ressortleiterin Mareile Braun beschrieb es "wie bei einem Film. Ellen von Unwerth entwirft eine Art 'Drehbuch' für ihre Motive, das sie dann spontan im Zusammenspiel mit den Models weiterentwickelt oder manchmal auch komplett über den Haufen wirft und frei improvisiert. Es ist eine äußerst intensive, hoch kreative Stimmung an ihren Foto-Locations – und diese Spannung ist auch den Bildern hinterher anzumerken." Diesem Resümee kann Kathrin Bierling zustimmen. Außerdem sei der dazugehörige Artikel von Mareile Braun selbst sehr gelungen. Jedoch bleibt die Frage, ob der Markt noch Bedarf an Modemagazine anmeldet. Bei der Antwort sind sich beide Frauen einig: "Vermutlich nicht", wie Braun offen zugibt.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/das-wirkt-unserioes.html</link>
      <pubDate>Thu, 18 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Qualitätsmedien als PR-Sklaven?</title>
      <description><![CDATA[Viel Wind um Nichts. Wer in den letzten sechs Monaten sich um seriöse  Informationen über neue Tech- und Medientrends bemühte, musste sich  hauptsächlich durch allerlei aufgeblasene Werbesprüche und  Schaumversprechungen kämpfen. Das Schlimme daran: auch zahlreiche  Qualitätsmedien lassen sich zunehmend als PR-Sklaven  instrumentalisieren.<br /><br /><strong>Die Sache mit dem Apfel</strong><br /><br />Mit  Sicherheit völlig überzogen war der Medienhype um Apples iPad. Wie  SPIEGEL ONLINE und die "Bildzeitung", nur um einige Beispiele zu nennen,  sich dem Trendunternehmen an den Hals warfen, hatte mit  Qualitätsjournalismus und tiefere Recherche nichts mehr zu tun. In  zahlreichen Ausgaben beschrieb die "Bild" völlig zu Unrecht das iPad als  revolutionäres Produkt, SPIEGEL ONLINE richtete einen <a id="oua5" title="lächerlichen LiveBlog" onclick="window.open(this.href); return  false;" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,674109,00.html">lächerlichen  LiveBlog</a> ein, in dem jede auch noch so geringe Unwichtigkeit im  Sekundentakt veröffentlicht wurde. Doch von welcher Wichtigkeit muss das  Lesebrett wohl den Redakteuren der Tagesschau gewesen sein, selbst  neben Weltthemen wie dem Krieg in Afghanistan einem Unternehmen soviel  Raum zu schaffen, <a id="lg-p" title="für sein Produkt zu werben." onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ipad100.html">für sein  Produkt zu werben</a>. Gelungen <a id="q-_i" title="beschreibt das  Magazin Zapp" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_wirtschaft/ipad106.html">beschreibt  das </a><a id="q-_i" title="beschreibt das  Magazin Zapp" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_wirtschaft/ipad106.html">Zapp </a><a id="q-_i" title="beschreibt das  Magazin Zapp" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_wirtschaft/ipad106.html">Magazin</a> vom NDR die Problematik:<br /><br /> <div style="border: solid 1px #BEBEBE; padding: 1px;"> <object id="playeripad102" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="513" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,0,0" align="middle"> <param name="allowScriptAccess" value="always" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="quality" value="high" /> <param name="bgcolor" value="#000000" /> <param name="movie" value="http://www1.ndr.de/flash/mediathek/videoOnDemandPlayer.swf?file=mp4:2010/0203/TV-20100203-2221-1401.hi&amp;img=http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/ipad104_v-gallery.jpg&amp;len=6:24&amp;breitbild=true" /> <embed type="application/x-shockwave-flash" width="513" height="320" src="http://www1.ndr.de/flash/mediathek/videoOnDemandPlayer.swf?file=mp4:2010/0203/TV-20100203-2221-1401.hi&amp;img=http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/ipad104_v-gallery.jpg&amp;len=6:24&amp;breitbild=true" quality="high" bgcolor="#000000" name="player" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" align="middle"></embed> </object> <br /> <div class="news_full_image_text"> Zapp-Beitrag: Kostenlos-Werbung für Apple, Lizenz: Creative Commons, BY-NC-ND</div> </div> <br /><strong>Dehnbarer Pressekodex?<br /><br /></strong>Es scheint so, als ob  Journalisten beim Umgang mit Apple den <a href="http://www.presserat.info/pressekodex.0.html" target="_self">Pressekodex</a>  nicht ganz so ernst nehmen müssten. Bei dem schicken "Alu-Design" mit  dem angebissenen Apfel darauf, scheinen viele Redakteure <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.presserat.info/77.0.html">Ziffer 7</a>, die  "Trennung von Werbung und Redaktion" etwas gelassener zu sehen. An  Kritik über Apples geschlossenes System war in den Wochen während der  MacWorld eher weniger zu hören. Doch ernüchternd war nach anfänglicher  Euphorie das Fazit auf Blogs – das Touchpad liefert technisch keine  Revolution und ist mit seinem angesetzten Preis auch ziemlich  überteuert, im Grunde genommen ein übergroßes iPhone – das zeigt  eigentlich nur die Lächerlichkeit des von den Medien inszenierten Hypes.  Der Ablauf des iPad-Theaters erinnert stark an den schon 1995 geprägten  Begriffs des "<a id="x1ek" title="Hype-Zyklus" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus">Hype-Zyklus</a>",  nach anfänglich überschwänglicher Euphorie stürzt das Kartenhaus in das  "Tal der Enttäuschungen" ein.<br /><br /><strong>Googles Welle</strong> <strong>bricht </strong><br /><br />Doch  nicht nur Apple setzt vermehrt auf <a id="d0i2" title="virales  Marketing" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/der-virus-virales-marketing.html">virales  Marketing</a> und überzogene Produktanpreisung. Als junges  Paradebeispiel kann Google Wave gesehen werden, angepriesen als "das  Ende von Email" und "unsere Kommunikation für immer verändernd".  Ursprünglich musste man alle Kontakte spielen lassen, um eine der  wenigen Einladungen zu ergattern, damit das Produkt selbst getestet werden  konnte. Mittlerweile fragen sich viele anfängliche Enthusiasten, wozu  dieser neue Service überhaupt notwendig ist, die <a id="p0wk" title="Euphorie-Welle strandete schneller als gedacht." onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://scobleizer.com/2009/10/01/google-wave-crashes-on-beach-of-overhype/">Euphorie-Welle  strandete schneller als gedacht.</a> Auch Googles neustes Produkt, <a id="g8a8" title="Google Buzz" onclick="window.open(this.href); return  false;" href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,676961,00.html">Google  Buzz</a>, erwies sich als anfänglicher <a id="b1cf" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.businessinsider.com/google-is-set-to-launch-twitter-clone-for-gmail-2010-2">"Twitter-Killer"</a>  datenschutzrechtlich nicht als der große Renner und musste neben  großflächiger Kritik <a id="vuvh" title="wesentliche Einschnitte und  Änderungen" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,677767,00.html">wesentliche  Einschnitte und Änderungen</a> hinnehmen. Auch das gerade anlaufende <a id="yuwg" title="Nexus One" onclick="window.open(this.href); return  false;" href="http://www.google.com/phone/?locale=en_US">Nexus One</a>,  Googles Smartphone, wird nicht alle versprochenen Träume war werden  lassen.<br /><br /><br /><strong>Geschichten des Scheiterns</strong><br /><br />Ebenso  überzogen war der "Google Killer" Wolfram Alpha. Letztendlich nur eine <a id="l3x0" title="Bereicherung für wissenschaftliches Suchen." onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,625657,00.html">Bereicherung  für wissenschaftliches Suchen</a>, von Microsoft sein  "arbeitsveränderndes" Windows Vista, oder das <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.undispatch.com/node/8859">"One Laptop per  Child"-Projekt</a>, das aufgrund der aufkommenden Netbooks im Sand  verlief. Witzig <a id="zz6j" title="parodierte das Satiremagazin " onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.theonion.com/content/video/in_the_know_do_you_remember_life">parodierte  das Satiremagazin "Onion News"</a> den Segway, der doch nicht alle  Autos ersetzen konnte. Aber die beste Anekdote lieferte Apple 1993  mit dem <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.forbes.com/2008/10/29/apple-product-flops-tech-personal-cx_ag_1030apple.html">Newton,  dem riesigen PDA</a>, dass nie richtig in der Lage war, die eigene  Handschrift zu entziffern und 1998 endgültig von der Produktpalette  verschwand.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/qualitaetsmedien-als-pr-sklaven.html</link>
      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Unterricht statt Nachrichten</title>
      <description><![CDATA[Abseits des klassischen Nachrichtengeschäfts eröffnete sich die Deutsche Presse-Agentur vor kurzem eine ganz neue (multimediale) Geschäftsebene. Das im Sommer 2009 vom Bildungssoftware-Entwickler Conciety AG gestartete Lernportal "<a title="IQon" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://iqon-portal.de/">IQon</a>" wird seit Ende letzten Jahres von der dpa unterstützt. Die Plattform soll nicht nur im Unterricht von Lehrern und Schülern gemeinsam genutzt werden, sondern erleichtert vor allem durch einen umfangreichen und aktuellen Materialfundus Lehrkräften die Vorbereitung. Die Plattform funktioniert wie ein großes Netzwerk, sodass alle Beteiligten auch untereinander kommunizieren können. Lehrer haben außerdem einen Überblick darüber, was ihre Schützlinge gerade tun – heimliches Surfen entfällt damit. Über Internet ist "IQon" für Lehrer und Schüler auch von außerhalb der Schule erreichbar. <br /><br />Mit der Zusammenarbeit versucht die Nachrichtenagentur, einen neuen Markt zu erobern und findet dabei in Schülern und Lehrern neue Abnehmer für bereits erstellte Informationen. Denn wie dpa-Pressesprecher Justus Demmer gegenüber medien-mittweida.de erklärte, bereite die dpa "keine Inhalte speziell für "IQon" auf, sondern stellt dort Material zur Verfügung, das für die Unterrichtsvorbereitung besonders geeignet ist. Das sind vor allem Hintergrundberichte, aber auch die im Unterricht bereits weithin verbreiteten Globus-Grafiken." <br /><br />Neben den genannten Grafiken steuert die dpa vor allem Bilder und Informationen aus den Bereichen Nachrichten, Wissen und Hintergrund bei. Dieses partielle Informations-Recycling findet auf einer an Windows orientierten Portal-Oberfläche statt. Um es den Anwendern möglichst leicht zu machen, lehnt sich "IQon" optisch und funktionell an bekannte Elemente grafischer Benutzeroberflächen an. Dadurch sollen Lehrer und Schüler das System ohne große Einarbeitungsphase schnell bedienen können. Über einen Browser lässt sich der Desktop des Portals öffnen, von wo aus der Nutzer Zugriff auf die verschiedenen Anwendungen und Datenbanken hat.<br /><br /><strong>Testphase</strong><br /><br />Schulen können sich über die Website von "IQon<a title="IQon" onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://iqon-portal.de/"></a>" weiterhin als Testnutzer bewerben. Werden sie ausgewählt, können sie das Portal ein Jahr lang umsonst ausprobieren. "Zurzeit befindet sich die Plattform bei sieben Referenzschulen im Test. Allerdings ist es noch zu früh, über die Erfahrungen umfassend zu berichten", so Demmer. Jedoch sei die dpa bisher "mit dem breiten Interesse aus dem Schulbereich zufrieden."<br /><br />Besonders stolz sind dpa und Conciety auch darauf, dass sie mit dem Portal nach eigener Aussage die Medienkompetenz der Jugendlichen schon frühzeitig stärken und den Computer nicht nur im Informatikunterricht in den Schulalltag einbinden wollen. Das digitale Lernangebot der beiden Anbieter liefert gerade auf multimedialer Ebene sicherlich vielerlei Möglichkeiten bei der Wissensvermittlung. Hilfreich ist auch der Versuch, die Schüler im Umgang mit dem Internet schon frühzeitig zu sensibilisieren, denn gerade junge Menschen gehen oft zu sorglos mit ihren Daten um.<br /><br />Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass gerade Teenager bereits in ihrer Freizeit sehr oft diverse Medien wie Fernsehen und Computer ausschweifend nutzen. Verbringen sie nun auch noch einen Großteil des Unterrichts vor dem Bildschirm, kann die viel gelobte Medienkompetenz – neben den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen – auch in Medienüberlastung ausarten. Das Multimedia-Portal sollte auch auf klassische Lernmethoden verweisen und die Lehrer ihren Schülern beibringen, wie man auch ohne PC &amp; Co. lernt.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/unterricht-statt-nachrichten.html</link>
      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Internet-Gütesiegel</title>
      <description><![CDATA[Im Januar wurden die VZ-Netzwerke studiVZ, schülerVZ und meinVZ durch TÜV Süd überprüft und zertifiziert. Damit sind sie die ersten sozialen Netzwerke, die sich der Prüfung des TÜV Süd unterzogen haben. Nach Angaben im studiVZ-Blog, konzentrierte sich der Test auf die "Qualität der Anwendungssoftware in Hinblick auf Datenschutz, Datensicherheit und Funktionalität." Ähnlich wie beim "Safer-Shopping"-Siegel, welches auch von TÜV Süd herausgegeben wird, wird unter anderem der Umgang mit personenbezogenen Daten und der Schutz dieser vor unbefugtem Zugriff, getestet. Ebenso wurde die gute Erreichbarkeit der Privatsphäre-Einstellungen, der Registrierungsablauf und die VZ-Sicherheitsseite überprüft. Der TÜV konnte bei der VZ-Gruppe keine Schwachstelle finden.<br /><strong><br />Safer-Shopping</strong><br /><br />Das neue TÜV Siegel erinnert stark an das "Safer-Shopping"-Siegel, welches zuletzt große Aufmerksamkeit durch den Datenskandal bei Libri.de und weiteren TÜV geprüften Seiten wie Audible.de, Reifen Direkt.de und weg.de erhielt. Rainer Seidlitz erläuterte nach bekannt werden dieser Panne gegenüber heise Security, "dass das Gütesiegel sich weniger auf die technische Sicherheit als auf Dinge wie Prozessmanagement beziehe. Allerdings prüfe man die untersuchten Web-Shops unter anderem auch auf Cross-Site-Scripting-Lücken". Die Grafiken der TÜV-Siegel werden kaum zufällig an die Kfz-Schilder angelehnt sein und erwecken somit beim Verbraucher das Gefühl, dass ein solches Siegel wie beim Auto zu interpretieren ist.<br /><br /><strong>Wunsch und Wirklichkeit liegen weit auseinander</strong><br /><br />Gütesiegel entsprechen jedoch nicht dem Wunsch des Verbrauchers nach sicherem Einkauf und vertraulicher Behandlung der personenbezogenen Daten. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club drückt es folgendermaßen aus: "Einerseits ist diese Schreibtischprüfung ein Hinweis darauf, dass sich Unternehmen Gedanken um Datenschutz machen, allerdings zeigen andererseits viele der Unternehmen, die mit einem solchen Siegel prämiert wurden, dennoch zahlreiche Datenschutzmängel." Die Gründe für diese Mängel liegen in der Handhabung der Software selbst. In regelmäßigen Abständen werden neue Komponenten hinzugefügt, optimiert oder geändert. Diese Eingriffe würden eine sofortige Wiederholung der Prüfung erfordern. Ein Prüfsiegel ist demzufolge nichts weiter als eine Momentaufnahme. Bei jeder Änderung an der Software nimmt die Aussagekraft des Siegels ab.<br /><br /><strong>Geld regiert die Welt</strong><br /><br />Ein weiterer Punkt, der die Glaubwürdigkeit weiter schrumpfen lässt, ist das Geld. Die prüfenden Unternehmen bewegen sich auf einem Markt, in dem viel Geld fließt. Ein Siegel kann auf dem Markt nur Bestand haben, wenn es auf Dauer einen Kundenstamm aufbauen kann. Kein Unternehmer bezahlt immer wieder dafür, dass er durchfällt. Dass TÜV Süd bei seinen Prüfungen nicht unbedingt jeden Mangel entdeckt, wurde bereits am Beispiel Libri.de deutlich.<br /><br /><strong>Datenschutzfreundlichkeit<br /></strong><br />Prinzipiell könnte jedes Unternehmen sein eigenes Gütesiegel entwerfen. Die Initiative D21, welche Qualitätskriterien für Gütesiegel bereitstellt und fünf Siegel, die diese Kriterien erfüllen, empfiehlt, versucht einen Qualitätsstandard zu etablieren. Der Chaos Computer Club hat eine ähnliche Idee, die sich jedoch in der Umsetzung unterscheidet. Eine "'Stiftung Datenschutz', die unabhängig und auch juristisch prüfen soll, was die AGB und Nutzungsbedingungen von Unternehmen über die Weitergabe oder die Nutzung der Daten aussagen." Dies stellt eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Anbietern her.<br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/internet-guetersiegel.html</link>
      <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>TV-Tipp</title>
      <description><![CDATA[<strong>Sonntag, 14. März: Sweeney Todd<br /><br /></strong>Für den März hat ProSieben Johnny Depp zum Zugpferd seiner "Megablockbuster" gemacht. Die Musical-Verfilmung "Sweeney Todd" ist bereits die sechste Zusammenarbeit von Depp und Regie-Exzentriker Tim Burton. Nebenbei ist der düstere Thriller Depps bester Film der Reihe.<br /><br />London im 19. Jahrhundert: Benjamin Barker pflegt ein harmonisches Familienleben und verdient sein Geld als Barbier. Aus diesem wird er herausgerissen, als er unschuldig zu 15 Jahren Zwangsarbeit am Ende der Welt verurteilt wird. Dahinter steckt der äußerst bösartige Richter Turpin, der ein Auge auf Barkers Frau geworfen hat. Unter neuem Name taucht Barker 15 Jahre später wieder in London auf und ist schockiert: Seine Frau wurde von Turpin misshandelt und vergiftet, seine Tochter von ihm adoptiert und gefangen gehalten. Sweeney Todd schwört Rache und mit Hilfe der zierlichen Bäckerin Mrs. Lovett gibt es in London bald Fleischpasteten mit ganz besonderer Füllung.<br /><br />"Sweeney Todd" ist eine untypische Musical-Verfilmung. Wo sonst Probleme und Sorgen in charmanten Gesangs- und pompösen Tanzeinlagen vermittelt werden, wird hier Verzweiflung und Gebrochenheit in einem farblosen Londoner Loch schnörkellos besungen. Johnny Depp verkörpert den Antiheld (mal wieder) großartig. Gegenspieler Alan Rickman steht ihm gegenüber in nichts nach. Tim Burtons Meisterwerk blieb an den Kinokassen blass, begeistert jedoch mit seiner unglaublich kontrastreichen und dennoch ausgefeilten Komposition schlicht in allen Belangen. <em>23.45 Uhr, ProSieben, Musical-Thriller USA '07, Johnny Depp, Alan Rickman, Helena Bonham Carter; Regie: Tim Burton</em><br /><br /><strong>Montag, 15. März: Die Grenze</strong><br /><br />Was wäre, wenn Deutschland nach 1949 erneut geteilt werden würde? Dieser Frage geht Sat.1 in seinem fiktiven Event-Zweiteiler "Die Grenze" nach. Die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten hat die Finanzmärkte der Welt fest im Griff. Als Terroristen überall erfolgreich Anschläge auf Ölraffinerien verüben, bricht in Deutschland das Chaos aus. Benzin und Nahrungsmittel werden knapp, die Arbeitslosenzahlen schnellen in die Höhe und radikale Parteien nutzen die Umstände für den aktuellen Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem die rechtsextreme Partei DNS mit Spitzenkandidat Maximilian Schell gewinnt an Zuspruch. Die Regierung sieht die Gefahr, dass Schell bei einem Wahlerfolg Mecklenburg-Vorpommern zu einem autoritären Staat macht und wagt einen radikalen Kurs: Durch die Unterstützung des linken Spitzenkandidaten Franz Geri soll ein Wahlsieg Schells verhindert werden und das kleinere Übel die Macht übernehmen. Währenddessen plant der Verfassungsschutz eine Unterwanderung beider Parteien.<br /><br />Wie in jedem fiktiven Event-Film der Privaten, darf auch hier eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Glücklicherweise bekommt diese nur einen kleinen Rahmen. Eine politische "Was wäre, wenn?"-Situation und die hochrangige Besetzung versprechen packende Unterhaltung. Fernab von effekthascherischen Vulkanausbrüchen in der Eifel, Tornados in Berlin oder Tsunamis an der Nordsee, die einem sonst als "Event-Movie" geboten werden. <em>Montag und Dienstag um 20.15 Uhr, Sat.1, Polit-Thriller D '10, Thomas Kretschmann, Benno Führmann, Anja Kling; Regie: Roland Suso Richter</em><br /><br /><strong>Dienstag, 16. März: Keine Zukunft ohne Wasser</strong><br /><br />Die weltweiten Erdöl- und Erdgasreserven reichen verschiedenen Prognosen nach noch etwa 30 bis 60 Jahre. Inwiefern diese Vorhersagen tatsächlich eintreten, ist mittlerweile kaum noch relevant. Wasser hat als Rohstoff den Energieträgern den Rang abgelaufen, denn die permanent anwachsende Weltbevölkerung benötigt das "blaue Gold" zum Leben. Arte widmet dem hochaktuellen Thema "Keine Zukunft ohne Wasser" einen Abend und zeigt die Dokumentarfilme "Gegen den Strom" und "Singapur: Jeder Tropfen zählt". Fazit: Interessante und sachlich aufgearbeitete Einblicke, die zum Nachdenken anregen.<br /><br />Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Barcelona hingegen gibt es Befürchtungen in trockenen Sommern den 120-Liter pro Kopf-Verbrauch nicht decken zu können. Wasserknappheit ist also eine Sache des Standpunktes. An verschiedenen Beispielen zeigt die deutsch-französische Co-Produktion, welchen Wert Wasser in der Gesellschaft heutzutage hat und welche wirtschaftlichen Aspekte bei der Verteilung eine Rolle spielen.<br /><br />Im zweiten Film wird der südostasiatische Stadtstaat Singapur thematisiert. Das Land verfügt über keine eigenen Trinkwasserreserven und musste lange Zeit Wasser aus Nachbarländern importieren. Seit geraumer Zeit wird versucht die Regierung von Wasser-Importen unabhängig zu werden und setzt vermehrt auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen und Nutzwasser-Aufbereitung. Auf der einen Seite steht ein sichtbarer Erfolg, auf der anderen Seite werden Zweifel an den Methoden zur Durchsetzung der Ziele deutlich. <em>20.15 Uhr, Arte, Dokumentationen F/D '09</em>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1693.html</link>
      <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Zielgruppe: Jung und kinderlos</title>
      <description><![CDATA[Was hat ein alleinstehender 20-jähriger Student, der gerade in seine erste eigene Wohnung gezogen ist und sein Studium mit Mini-Job und BAföG gerade so finanzieren kann, mit einer verheirateten Büroangestellten Mitte vierzig, die ein geregeltes Einkommen und zwei Kinder hat, gemeinsam? Wenn es um die Mediennutzung geht, werden beide Personen ungeachtet ihrer Lebensumstände, Einkommensverhältnisse oder Gewohnheiten in die sogenannte werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zusammengefasst.<br /><br />Diese ursprünglich mehr als Marketingtrick verwendete denn wissenschaftlich begründete Zielgruppeneinteilung wurde von der amerikanischen Senderkette ABC in den 1950er Jahren eingeführt und von RTL in Deutschland in den 1980er Jahren übernommen. Sie setzte sich durch und wird bis heute als Maßstab für den Erfolg von Fernsehsendungen und den davon abhängigen Verkauf von Werbung verwendet. Relevant ist sie jedoch längst nicht mehr. Zum einen ist die Einteilung völlig willkürlich, gerade 49 ist eine beliebige und aussagelose Grenze. Zum anderen verändert sich besonders in den westlichen Ländern durch die stetig sinkende Geburtenrate und die steigende Lebensdauer die demografische Struktur zusehends. Das ältere Publikum macht einen großen und wichtigen Anteil der Zuschauer aus. Von der momentanen Zielgruppeneinteilung unbeachtet bleibt außerdem, dass gerade bei jungen Menschen Lebensumstände und damit Interessen viel häufiger wechseln.<br /><strong><br />Lebensphasen statt Alter</strong><br /><br />Um in Zukunft die Mediennutzung sinnvoll messen zu können, werden neue Modelle benötigt. Ein Vorschlag kommt aus Amerika und wurde gemeinsam vom Entertainment Technology Center der University of Southern California, dem TV-Sender Hallmark Channel und der Marketingfirma E-Poll Market Research entwickelt. In ihrer Ende Februar veröffentlichen Studie "Life Stage: Its Impact on the Future of Traditional and Emerging Media" schlagen sie vor, dass die bisherige altersorientierte Einordnung von einer Einteilung in Lebensphasen abgelöst werden soll. Dabei würde die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nicht gleich komplett abgeschafft, sondern erweitert und verfeinert werden. <br /><br />Die Untersuchungen ergaben, dass – unabhängig vom Alter – Menschen ähnlicher Lebensumstände und Gewohnheiten oft ein vergleichbares Mediennutzungsverhalten zeigen, während bei Vertretern aus verschiedenen Lebensphasen auch das Nutzungsverhalten kontrastiert. Allein der Bereich der 14- bis 49-Jährigen ist dabei in acht verschiedenen Phasen vertreten: Teenager, Studenten, junge Menschen, die vor kurzem ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben, Alleinstehende ohne Kinder, Verheiratete ohne Kinder, etablierte Familien, junge Erwachsene, die zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen (sogenannte "New Nesters") und Erwachsene, deren Kinder bereits ausgezogen sind ("Empty Nesters"). <br /><strong><br />Zielgruppenspezifischere Werbekanäle</strong><br /><br />Die Studie untersuchte auch die Bedeutung verschiedener elektronischer Medien für die einzelnen Gruppen. So bezeichnen 80 Prozent der Studenten ihren Laptop als unverzichtbar, während dieser für mehr als die Hälfte der etablierten Familien weniger wichtig ist. Kinderlose und alleinstehende Erwachsene schätzen ihr Smartphone, während für Teenager besonders ihr iPod mit Videofunktion wichtig ist und die "New Nesters" vor allem HDTV als bedeutend empfinden. Mit dem Wissen über Untersuchungsergebnisse dieser Art könnten Werbende die gewünschte Zielgruppe über die entsprechend häufig genutzten Kanäle viel direkter ansprechen und erreichen.<br /><br />Kein neues System wird die aktuelle "werberelevante" Zielgruppe so schnell ablösen. Wie diese Zielgruppen-Einteilung belegt, sollte nicht alles kritiklos aus den Vereinigten Staaten übernommen werden. Trotzdem zeigt die in der "Life Stage"-Studie entwickelte Neudefinition und Änderung der Einteilung der Zielgruppen aber, dass ein Umdenken nicht nur nötig, sondern auch möglich ist.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/zielgruppe-jung-und-kinderlos.html</link>
      <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>26 Gigapixel</title>
      <description><![CDATA[<!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                     MicrosoftInternetExplorer4                                                   <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--> Bilder im Gigapixel-Bereich gibt es bereits seit Jahren und der technische Hintergedanke ist recht einfach. Mit einer Kamera werden mehrere Bilder in verschiedene Richtungen geschossen und anschließend an ihren Überschneidungskanten aneinander gelegt. Bei einem "normalen" Panorama für die Zimmerwand werden nur drei bis fünf Bilder benötigt um ausreichend Informationen zur Verfügung zu haben. Diese geringe Anzahl an Bildern kann ein Fotograf noch recht schnell mit einem Stativ per Hand erzeugen. Bei 1.655 wird es schon sehr schwer, die genaue Position des nächsten Bildausschnittes zu finden. Um das Stitchen – zu Deutsch zusammennähen – der Bilder zu vereinfachen, wird eine Art Robotersystem verwendet, welches sehr exakt die Kamera ausrichtet und auch den Auslöser betätigt.<br /><strong><br />Technische Herausforderungen</strong><br /><br />Die Aufnahme der 1.655 Bilder hat 172 Minuten gedauert; Zeit, in der die Sonne wanderte und somit die Lichtverhältnisse auf jedem einzelnen Bild verändert. Links im Bild sind Brückenbögen zu sehen, die unterschiedlich dunkle Schatten haben. Es kommt auch vor, dass sich ein Objekt mehrmals wiederfinden lässt, wie zum Beispiel, die auf der Brücke stattfindende Verfolgungsjagd eines weißen Transporters. Neben der Zeit, ist die große Datenmenge zu bewältigen. Da es noch keine 100-Gigabyte-Speicherkarten für Kameras gibt, wurden die anfallenden Daten direkt auf einem mit der Kamera verbundenen Rechner gesichert. Dabei sind 102 Gigabyte an Daten zusammen gekommen. Für diese, für ein einzelnes Bild enorme Datenmenge, wurde ein eigens dafür konzipierter Rechner zusammengestellt, denn zum Berechnen ist sehr viel Arbeitsspeicher notwendig. <br /><br />Ein Rechner allein kann zwar mit der entsprechenden Software die Bilder grob zusammenfügen, doch für saubere Übergänge ohne sichtbare Nähte, ist noch sehr viel Handarbeit gefragt. Die Helligkeit muss korrigiert und Doppelerscheinungen aus dem Bild entfernt werden. Das fertige Bild hat eine Dateigröße von 61 Gigabyte und benötigte drei Stunden, um es in Photoshop zu öffnen. Diese Datenmenge lässt sich schwer ins Internet übertragen. Dazu wurde das Bild in 120.000 kleine und stark komprimierte JPG-Dateien unterteilt. Beim Hineinzoomen in das Bild werden die Bildkacheln geladen. Auf diese Weise konnte die Datenmenge der Website auf 2,4 Gigabyte reduziert werden.<br /><strong><br />Wo bleibt der praktische Nutzen?</strong><br /><br />Das Bild hat 297.500 x 87.500 Pixel, womit eine Fläche von 105 x 35 Metern bedruckt werden könnte, also fast die Größe eines Fußballfeldes. Einmal davon abgesehen, dass es eine beeindruckende Auflösung ist und die Möglichkeit sich online immer und immer tiefer in ein Foto hineinzuzoomen, gibt es nur wenige Spezialfälle, in denen sich so hohe Auflösungen lohnen. Eine LKW-Plane ist definitiv kleiner als ein Fußballfeld und auch eine Häuserfassade bietet nicht unbegrenzt Platz. Dennoch interessieren sich viele Metropolen für diese Technik, da sie eine hohe Aufmerksamkeit bewirkt und so kräftig für die Stadt wirbt. <br /><br />Viel mehr Anwendungsmöglichkeiten scheint es nicht zu geben und was vergangenes Jahr als Technologie-Testprojekt begann, soll dieses Jahr als Weltrekordversuch fortgesetzt werden. Die 30 Gigapixel-Grenze ist das neu angestrebte Ziel. Es wird derzeit überlegt, welche Kameramarke verwendet werden soll – Canon oder Nikon. Allein eine Hasselblad könnte mit ihren 50 Megapixeln die Auflösung bereits verdoppeln. Doch eines ist rein technisch immer das Problem: Egal wie hoch die Auflösung auch sein mag, die Linsen müssen einen Punkt fokussieren und alles was sich davor oder dahinter befindet ist unscharf. Leider sind die wichtigen Gebäude auf dem 26 Gigapixel-Bild alle unscharf und der doch relativ unwichtige Vordergrund ist sehr gut abgebildet. Schade eigentlich.<br /><!--[if gte mso 10]> <style mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1" mce_bogus="1"> /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;}</style> <![endif]-->]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/id-26-gigapixel.html</link>
      <pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>&quot;Kopieren macht anfangs Sinn&quot;</title>
      <description><![CDATA[An der Fachhochschule Kaiserslautern studiert Alexander Lehmann Virtual Design. Der Zugang zu einem der 20 Studienplätze gestaltet sich wie an einer Kunsthochschule mit einem "Mappencheck" und einer Eignungsprüfung. Das vielseitige Studium "verbindet die vorhandenen Gestaltungskompetenzen von Architektur, Innenarchitektur und Produktdesign mit den Möglichkeiten der neuen Medien".<br /><br /><em><strong>Was hat Sie dazu bewegt den Studiengang Virtual Design zu belegen?</strong></em><br /><br />Ich hatte sowohl die Prüfung für Kommunikationsdesign (Grafikdesign) an der FH-Dortmund als auch die Prüfung zu Virtual Design an der FH-Kaiserslautern bestanden. Ich sah meine Zukunft eher in der 3D- als in der 2D-Grafik, also habe ich mich für Kaiserslautern entschieden.<br /><br /><em><strong>Ist das Studium ein guter Ausgangspunkt für Ihre Projekte oder mussten Sie sich alles privat erarbeiten?</strong></em><br /><br />Das Studium ist ein sehr guter Ausgangspunkt. Die Projekte und Aufgaben sind sehr vielfältig und man kann sich recht frei für bestimmte Gebiete entscheiden. Man bekommt aber auch genug Aufgaben gestellt die einen manchmal anstoßen Neuland zu betreten. So erweitert man seinen Horizont und kann experimentieren ohne sich zu sehr in einer Sache festzufahren.<br /><br />Der wichtigste Ausgangspunkt für Projekte ist aber immer noch Eigeninitiative. Keine Schule der Welt kann einem helfen wenn man sich nicht wirklich für das Fach interessiert. Es ist eher so, dass man dazu motiviert wird sich in ein bestimmtes Fach einzuarbeiten, den Großteil muss man sich also selbst erarbeiten.<br /><em><strong><br />Wie kam es zur Idee zu dem Kurzfilm "Du bist Terrorist" und wie wichtig ist Ihnen die Thematik?</strong></em><br /><br />Die Idee bekam als ich ein paar Artikel zur Vorratsdatenspeicherung gelesen habe. Ich fand, dass das Thema in den Medien nicht genug zur Sprache kam und habe dann mit Hilfe des Filmes versucht darauf aufmerksam zu machen. Ich finde die Thematik sehr wichtig – sonst hätte ich keinen Film darüber gemacht. Es geht schließlich um unser aller Freiheit. Das Thema ist auch immer noch wichtig wie man zum Beispiel zuletzt an den Nacktscannern sehen konnte, die uns nun aufgedrückt werden – ohne dass es einen logischen Grund dafür gibt.<br /><br /><em><strong>Die Resonanz zu "Du bist Terrorist" war sehr positiv. Gab es daraufhin Jobangebote aus der Branche?</strong></em><br /><br />Ja, ich habe sehr viele Anfragen bekommen und ich plane auch nach meinem Studium ein paar Projekteanzugehen, die sich aus dem Film ergeben haben.<br /><em><strong><br />Welche Werke können wir neben Ihrem Musikkurzfilm für 2010 erwarten?</strong></em><br /><br />Auf jeden Fall noch ein paar weitere satirische Filme. In der Zeit meines Studiums haben sich auch noch diverse andere Projekte angesammelt, die endlich fertiggestellt werden wollen, mal sehen, ob ich die Zeit dazu finden werde.<br /><br /><em><strong>Sie haben bereits 3D-Umgebungen für Computerspiele gestaltet, kritische Filme erstellt und entwickeln nun sogar ein Musikkurzfilm. Wie kommt diese Vielfalt in einem Studiengang zustande, der sehr nah an Architektur angelehnt ist?</strong></em><br /><br />Die Aufgaben sind meistens so gestellt, dass man sein Projekt sehr frei entwickeln kann. Man kann die Software frei wählen und die Form des Endprodukts ist auch nicht fest vorgeschrieben. Bei den meisten Projekten haben gewisse Medien Vorteile und Nachteile. Ich versuche bei jedem Projekt ein wenig zu experimentieren. Ob in Echtzeit, vorgerendert oder mit Schauspielern vor Bluescreen. Man sollte flexibel bleiben und das beste Medium für die Aufgabe wählen.<br /><br /><em><strong>Nachwuchskünstler sind mit den ersten Schritten in Richtung visuelle Gestaltung oft überfordert. Wie sollten sie Ihrer Meinung nach einsteigen?</strong></em><br /><br />Am besten man fängt sehr klein an. Ich habe mich mit meinen allerersten Projekten eigentlich immer übernommen. Wenn man klein anfängt, gehen die Arbeitsschritte einfacher, schneller und man hat mehr Abwechslung. Das Produkt sieht am Ende bei weniger Zeitaufwand besser aus und man hat genug Zeit und Energie es wirklich abzuschließen. Das wiederum ermutigt weiterzumachen. "Du bist Terrorist" ist ungefähr mein 30. abgeschlossenes Projekt. Wenn also die ersten Projekte nicht gut aussehen, sollte man nicht gleich den Mut verlieren. Man sollte sie eher als Übung verstehen. Danach kann man dann mehr und größer planen.<br /><em><strong><br />Von der Idee bis zum fertigen Endprodukt ist es ein langer Weg, auf dem die meisten Projekte einschlafen. Wie motivieren Sie sich, weiter zu machen?</strong></em><br /><br />Da kann ich von Michael Ende das Buch "Momo" sehr empfehlen. Dort gibt es einen Straßenfeger der das sehr gut erklärt. Man schaut beim Fegen nicht zum Horizont an das Ende der Straße, sondern nur auf die paar Meter Boden direkt vor einem. Ehe man sich versieht, ist man am Ende der Straße. Trotzdem sollte man natürlich nicht den Überblick verlieren und sich zum Beispiel Checklisten oder Projektübersichten erstellen. So kann man sich langsam vorarbeiten und das Projekt in viele kleinere Projekte unterteilen. Das motiviert.<br /><br /><em><strong>Arbeitgeber schauen bei ihren Bewerbern vorwiegend auf die Qualität der Arbeitsproben. Was ist Ihnen persönlich wichtiger: Idee oder Umsetzung?</strong></em><br /><br />Das kommt drauf an, in welcher Branche man sich bewirbt. Arbeitgeber sehen sicherlich lieber Qualität statt Quantität. Auch bevorzugen sie sicher ein gutes Aussehen vor einer originellen Idee. Man wird ja gerade am Anfang hauptsächlich dafür eingestellt, dass man die Ideen anderer Leute schön umsetzen kann.<br /><br />Ich persönlich bin aber manchmal verwundert darüber, wie viel Zeit manche Leute in etwas investieren, was schon tausendmal gemacht wurde. Kopieren macht anfangs Sinn, um von anderen zu lernen. Aber wenn man mit dem gleichen Zeitaufwand eine Kopie von etwas herstellen – oder eine originelle neue eigene Idee umsetzen kann, dürfte es klar sein worin man seine Zeit investieren sollte. Andererseits ist es natürlich heutzutage auch schwierig etwas wirklich Neues zu schaffen. Irgendwie wurde ja fast alles schon mal gemacht. Man muss auch sehr viel konsumieren, damit man weiß wo es unbesetzte Nischen gibt. Das Wichtigste ist aber, dass man Spaß an der Sache hat. Wenn man Spaß am Imitieren hat, dann ist das auch okay.<br /><em><strong><br />Mit wenigen Worten: Was bedeutet Kreativität für Sie?</strong></em><br /><br />Sich selbst und andere überraschen.<br /><br /><em><strong>Wir bedanken uns für das Gespräch.</strong></em><br /><br />Mehr Informationen über Alexander Lehmann und seine Projekte gibt es auf der <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.alexanderlehmann.net/">Website</a> und in seinem <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://alexanderlehmann.wordpress.com/page/2/">Blog</a>.<br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/Kopieren_macht_Anfangs_Sinn.html</link>
      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Alice im Wunderland</title>
      <description><![CDATA[Der Film fühlt sich wie eine Fortsetzung des Disney-Klassikers und eine Buchverfilmung zugleich an. Alice ist inzwischen erwachsen geworden und ihre Mutter möchte sie adlig verheiraten, um ihr ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Auf einer Feier, bei der Alice zunächst nicht weiß, dass es ihre eigene Verlobungsfeier ist, begegnet sie einem Kaninchen in einem Mantel. Als um ihre Hand angehalten wird, entflieht sie der Gesellschaft und folgt dem Kaninchen zu seinem Bau. Sie schaut in den Kaninchenbau und fällt sehr tief in das Loch hinein. Am Boden des Loches angekommen, merkt sie, dass ihr alles aus ihren Träumen bekannt ist und denkt, sie träumt. Im Hintergrund sind Stimmen zu hören: "Man könnte meinen, sie wüsste alles noch vom ersten Mal." <br /><br /><strong>Die Alice?</strong><br /><br />Im Wunderland angekommen, begegnet sie alten Bekannten, kann sich aber nicht erinnern, schon einmal da gewesen zu sein. Tweedledee und Tweedledum, das weiße Kaninchen, die Haselmaus und Absalom rätseln, ob sie die Alice ist, die sie suchen. In der Prophezeiung der Raupe Absalom, ist es Alice, die den Kopf des gefürchteten Drachen Jabberwocky abschlagen und das Unterland von der Herrschaft der Roten Königin für immer befreien wird. Alice selbst glaubt nicht, dass sie die Richtige ist, denn sie ist fest davon überzeugt, dass töten nicht ihre Art ist. Es bleibt jedoch nicht viel Zeit, weiter darüber nachzudenken, denn eine Horde der Roten Königin zerstreut die Gruppe und Alice, für die alles immer noch ein Traum ist, läuft unbekümmert weiter in das Wunderland hinein, in der Hoffnung bald auf zu wachen. <br /><br /><strong>Lieblingsmime Johnny Depp</strong><br /><br />Die Farbenpracht und die teils skurrilen Details, wie die für Tim Burton klassische spiralförmige Wuchsform der Ranken, tragen seine typische Handschrift. Auch ist wieder sein Lieblingsduo mit dabei. Johnny Depp als der verrückte Hutmacher und Helena Boham Carter als Rote Königin. Für die Verfilmung wurden die beiden Bücher "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" zusammen gefasst. Zwangsläufig ergibt sich daraus ein sehr hohes Tempo des Films und die Charaktere haben recht wenig Zeit, sich zu etablieren und zu entwickeln. Der Film kann ohne Vorwissen genossen werden, jedoch sind die Charaktere und deren Handlungen besser zu verstehen, wenn man bereits die Bücher oder vorherige Verfilmungen gesehen hat. <br /><br /><strong>Technisch sehr gut umgesetzt</strong><br /><br />Die Figuren wie Grinser, die Raupe Absalom, Tweedledee und Tweedledum, das weiße Kaninchen, die Haselmaus und große Teile des Sets wurden digital erschaffen, sind aber immer sehr glaubwürdig. Sowohl die Bewegungen als auch das Fell oder die Haut. Nur beim Schrumpfen oder Wachsen von Alice wirkt ihre Kleidung manchmal etwas zu "fluffig". Ein wenig störend sind Elemente, die sehr an die Verfilmungen von "Narnja" erinnern. Dazu gehört wohl vor allem die Endschlacht gegen den Drachen, die unnötig weit ins Epische getrieben wurde. Zumal die glänzende Rüstung vor allem dazu dient, beim Merchandising schönes Spielzeug anbieten zu können. <br /><br /><strong>Spiel der Gegensätze</strong><br /><br />Der rasche Wechsel zwischen Genie und Wahnsinn, farbenfroh und trist, Sanftmut und grober Gewalt spielt in diesem fantasievollen Abenteuer ihr gesamtes Potential aus. Der Film "Avatar" hat sehr viel mit Farben und Emotionen gespielt und ignorierte dunkle Farbtöne. Alice spielt mit verrücktem Witz, starken Kontrasten und allen Helligkeitsstufen, die auf einer Leinwand darstellbar sind. Die Geschichte ist durchgehend, sehr gut nachvollziehbar und abgesehen von den blutigen Schlachten, die etwas übertrieben erschienen, auch für jüngeres Publikum unter zwölf Jahren geeignet. Ein zehnjähriges Mädchen sagte: "Vor allem die Schlacht am Ende auf dem Schachbrett hat mir voll gefallen!" Ihre Mutter hatte ihr während des Filmes dennoch immer wieder die Hand vor die Augen gehalten.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/alice-im-wunderland.html</link>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Von der Toilette zwitschern</title>
      <description><![CDATA[Plauderkasten, Twitter, Facebook, Statusmeldungen in sämtlichen Instant Messengern. Bestmöglich verbreitet der aufgeschlossene Nutzer seine Information, wenn er auf allen Kanälen gleichzeitig aktiv ist und sie, des verringerten Arbeitsaufwands wegen, miteinander verknüpft. Das schafft Aufmerksamkeit und klärt jedermann über die dringendsten Wünsche, Bedürfnisse und Errungenschaften auf.<br /><strong><br />Die Weisheiten des Alltags</strong><br /><br />Einige, wie die Twitternutzer, klären die Bekannten mit Wortkonstrukten wie "Essen, Kacken, Essen, Kacken, ... ein Teufelskreis" über die Weisheiten, die sich im täglichen Leben erschließen, auf. Andere, wie das Politikressort der Süddeutschen Zeitung, informieren über das aktuelle Weltgeschehen mit "Hartz IV: Merkel distanziert sich von Westerwelle". Jeder findet seine Nische der Kommunikation.<br /><br />Was hätte die Menschheit in ihrem uneingeschränkten Mitteilungswahn nur ohne die Erfindung des Internets gemacht? Was wäre wenn es kein Handy gäbe, um eine SMS zu schicken? Wie kann ein Mensch ohne ein Telefon leben und trotzdem seine Mitteilungen der Öffentlichkeit preisgeben?<br /><br /><strong>Das Leben ohne Social Networks</strong><br /><br />Eine kurze Zusammenfassung: Die Stromkosten steigen ins Unermessliche, wenn jeder Plakate mit seinen aktuellen Gedanken an die Fensterscheiben seiner Wohnung klebt und aufgrund der Verletzungsgefahr bei absolutem Lichtmangel den ganzen Tag den Stromverbrauch mit seinen Energiesparlampen erhöht. Staus sind abgeschafft. Die Glasflächen jeglicher Kraftfahrzeuge sind mit "Sitze gerade im Auto und fahre jetzt los"-Schildern beklebt. An der Tür steckt der Schlüssel mit einem beschriebenen Anhänger: "Sicht ist zu schlecht. Muss zu Fuß gehen".Umweltaktivisten können keinen Regenwald mehr schützen, weil sämtliche Bäume für die Papierherstellung abgeholzt wurden. Stattdessen ketten sie sich an Rindern fest, damit diese nicht zu Pergament weiterverarbeitet werden.<br /><br />Doch es gibt auch Gruppen die sich freuen. Die Post freut sich, dass jeder Bürger am Tag zehn Briefe an seine besten Freunde schickt, um sie über seinen aktuellen Status aufzuklären. Die Orthopäden feiern, dass sich Deutschland auf dem Weg zum Briefkasten endlich ausreichend bewegt, und schlagen gleichzeitig Alarm. Der erhöhte Beförderungsaufwand für die aufgrund der Lieferschwierigkeiten bei Papier und Pergament auf einfachen Laubblättern niedergeschriebenen Statusmitteilungen führt bei zahlreichen Briefträgern zu akuten Rückenschmerzen.<br /><strong><br />Wenn die Bundeskanzlerin zwitschert</strong><br /><br />Die Menschheit kann also froh sein, dass das Internet den Mitteilungswahn befriedigt. Eins ist jedoch sicher: Wenn sich die amtierende Bundeskanzlerin nicht mehr in Zeitungen von ihrem Vizekanzler distanziert, sondern das erste mal zwitschert, wie gut es ihr auf der Toilette der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung gefallen hat, ist Schluss. Es folgt die Deaktivierung sämtlicher moderner Kommunikationsmittel und die Wohnungsfenster werden täglich neu tapeziert.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/wenn-die-bundeskanzlerin-von-der-toilette-zwitschert.html</link>
      <pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>Jenseits des roten Teppichs</title>
      <description><![CDATA[Zwischen dem 12. und 21. Februar konnten Berlinale-Besucher den ganzen Tag im Kino verbringen. Diese Möglichkeit haben offenbar nicht wenige wahrgenommen: 300.000 Besucher, ein neuer Rekord passend zum 60. Geburtstag, konnte Festivalleiter Dieter Kosslick vermelden. Sicher waren auch viele Fachbesucher darunter, den Großteil machten jedoch Privatpersonen aus. Berliner, die ihre Freizeit für einen besonderen Kinobesuch nutzten oder sogar extra dafür freinahmen, nicht zu vergessen die angereisten Kino-Enthusiasten. Wenn sie in diesem Zeitraum ein öffentliches Verkehrsmittel in Berlin benutzt haben und neben ihnen jemand mit Textmarker, Pfeilen und kryptischen Zeichen das Berlinale-Programm bearbeitet hat, dann haben sie einen gesehen – einen dieser speziellen Cineasten. Sie meiden das Sonnenlicht und huschen verstohlen von Kinosaal zu Kinosaal. Dieser ganze Spaß ist übrigens nicht so teuer, wie es sich zunächst anhört: Die Karten kosten je nach Sektion und Ermäßigungsberechtigung zwischen 2 und 13 Euro.<br /><br />Aus meinen persönlichen Favoriten, die mir während der 60. Berlinale begegnet sind, habe ich einen fiktiven perfekten Tag gemacht.<br /><strong><br />9.30 Uhr, Friedrichstadtpalast</strong><br />Morgens mit Kaffeebecher und Croissant in den Friedrichstadtpalast, der ja eigentlich gar kein Kino ist: Es gibt einen Film aus der Türkei, der sich auch um die Bären bewirbt. In ruhigen, wunderschönen Bildern erzählt er vom Leben im türkischen Hochland – konsequent aus der Perspektive eines Kindes. Dessen Vater ist Imker, seine Bienen sterben und er muss immer weitere Wege durch das Gebirge machen. Eines Tages kehrt er nicht zurück. Wirklich gelungen bringt dieser Film Ängste und Eifersüchte eines Kindes mit einem Bild der traditionellen Lebensweise zusammen. Drei Tage nach meinem Kinofrühstück erhält "Bal" (Honig) den Goldenen Bären.<br /><br /><strong>Intermission</strong><br />Noch 20 Minuten bis die Tageskasse öffnet. Vielleicht gibt es ja noch Karten für diesen einen israelischen Film, der im Vorverkauf schon ausverkauft war. Und wenn nicht? Ein Bekannter hat mir etwas aus der Sektion Forum empfohlen, aber ist es für sowas nicht noch ein bisschen früh? Vielleicht doch lieber ein Vortrag auf dem Berlinale-Campus?<br /><br /><strong>14.30 Uhr, Cinestar am Potsdamer Platz</strong><br />Israel errichtet bekanntermaßen einen Zaun. Leider durchschneiden die Bauarbeiten einen Teil der Olivenhaine des Ortes "Budrus". Die Bewohner des Ortes haben für sich eine ganz neue Methode entdeckt, sich dagegen zur Wehr zu setzen: gewaltloser Protest. Mit Transparenten und Sprechchören stellen sie sich den Baggern und der israelischen Armee entgegen. Bald erhalten sie auch internationale Unterstützung, wenig später folgt die israelische Friedensbewegung. Nach dem Film gab es großen Applaus und Unterstützungsbekundungen von allen Seiten für die anwesenden Protagonisten. Die wirkten auf mich jedoch etwas zu überrascht. Wenn die Israelis jetzt mit uns demonstrieren und wir unsere Ziele ohne Gewalt viel besser umsetzen können – wohin dann mit dem lang gehegten Feindbild?<br /><strong><br />16.30 Uhr, Cinemaxx am Potsdamer Platz</strong><br />Seit ich vor einigen Jahren in drei verstörende Gewaltexzesse an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gestolpert bin, bin ich bei asiatischen Filmen sehr vorsichtig geworden. Aber offenbar habe ich mich geirrt, denn dieser Film stammt aus Australien und läuft außerdem bei "Generation", also der Jugendabteilung. Der Groschen fällt erst, als die Moderatorin den Titel vorliest: "Bran Nue Dae" ist offenbar eine Schreibweise von "brand new day" – es ist ein Musical. Westaustralien, 1969: Willie soll Priester werden und es damit besser haben als die anderen aborigine-stämmigen Bewohner seiner Heimatstadt. Das ist zumindest der Plan seiner Mutter, dafür schickt sie ihn in ein Internat. Doch Willie zweifelt an der Autorität der rassistischen Internatslehrer und läuft weg. Nun muss er nur vor Pater Benedictus zu Hause ankommen, um seiner Mutter alles zu erklären. Auf dem über 2.000 Kilometer langen Roadtrip trifft er auf Obdachlose und Hippies und gerät natürlich auch in Konflikt mit dem Gesetz. Außerdem wird getanzt und gesungen, aber nicht so oft, dass es anstrengend würde.<br /><br />Das Musical über Konflikte zwischen Weißen und Aborigines wird in Australien schon seit den 60ern gespielt. Jetzt wurde es, besetzt mit australischer Prominenz, verfilmt. Ich hoffe sehr, dass dieser Film auch in Deutschland in die Kinos kommt. Er macht nicht nur Spaß, sondern bietet auch einen ganz anderen Zugang zu Themen wie Armut und Rassismus.<br /><br /><strong>21.45, Cinema Paris</strong><br />Der indische Bauer Natha ist dabei sein Land an die Bank zu verlieren, niemand kann oder will ihm helfen. Doch dann erfährt er, wie er zumindest seiner Familie helfen kann: Es gibt einen Hilfsfond für die Hinterbliebenen von Selbstmördern – er muss sich also umbringen. Eine Fernsehjournalistin erfährt von seinem Vorhaben und bald steht sie mit vielen anderen vor der Tür. Außerdem ist Wahlkampf, so dass auch die Politik nicht lange auf sich warten lässt. Geholfen wird Natha und seiner Familie übrigens nicht, sie erhalten eine Pumpe ohne Anschlüsse und einen Fernseher für ihr stromloses Haus. Politik und Medien sehen zu und nutzen seine Situation zu ihrem eigenen Vorteil. Sobald er sein Haus verlässt, wird er von den wie besinnungslosen Reportern gejagt. "Peepli Live" ist zwar eine fiktionale Geschichte, doch sie beruht auf dem ganz realen Umstand, dass sich immer wieder Bauern umbringen, damit ihre Familien in den Genuss der Hilfszahlungen kommen. <br /><br />Der rote Teppich ist an diesem Abend übrigens leer geblieben, keine Kameraleute und Fotografen. Produziert wurde der Film von Bollywood-Star Aamir Khan, doch es war klar, dass er nicht kommen würde. So wird wohl auch niemand von dieser Seite der Berlinale berichten.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/jenseits-des-roten-teppichs.html</link>
      <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>Wanted: Junges Publikum</title>
      <description><![CDATA[Mit einem Altersdurchschnitt von ungefähr 60 Jahren ist das Publikum von ARD und ZDF das älteste der deutschen Fernsehlandschaft. Das soll sich nun langsam aber sicher ändern. Im Hauptprogramm der Öffentlich-Rechtlichen ist von den Verjüngungsbestrebungen noch nicht viel bemerkbar. Ein jüngeres Publikum soll Medienberichten zufolge erst einmal mit dem digital empfangbaren Sender Einsfestival, für dessen Inhalt der WDR zuständig ist, erreicht werden. Unter einem Ende 2009 aufgefrischten Design sendet der Spartenkanal momentan eine Mischung aus Aufgüssen alter ARD-Sendungen wie der "Lindenstraße" oder "Schmidteinander" und Neu- und Eigenproduktionen wie "NightWash" und "EINSWEITER".<br /><strong><br />Verjüngungs-Versuch des ZDF</strong><br /><br />Neu ist die Idee im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht. Das ZDF wandelte bereits den ZDFdokukanal in ZDFneo um und schickte damit im November vergangenen Jahres ein Programm an den Start, das vor allem auf junge Erwachsene und Berufstätige zwischen 25 und 49 Jahren ausgerichtet ist. Allerdings ist der digitale Spartenkanal bis heute nicht richtig erfolgreich und die vom ZDF geschaltete Werbung war gegenüber der Flut an medialer Berichterstattung und Kritik zum Start von ZDFneo kaum wahrnehmbar. Das breit gefächerte Programm reicht von Dokumentationen, Filmen, in den USA erfolgreichen Serien, Musiksendungen bis hin zu nach Privatfernsehen klingenden Doku-Soaps wie "Verliebt, vertraut, verschuldet!". Trotzdem schaffte ZDFneo es bisher kaum, ein Publikum vor den Bildschirm zu ziehen. Von nicht messbar geringen Quoten wie bei der Sitcom 30 Rock sind zwar nicht alle Sendungen betroffen, aber die 0,5 Prozent Markanteil, die ZDFneo mit der Ausstrahlung eines Konzerts von Robbie Williams erreichte, sind selten. <br /><br />Eine so radikale Umwandlung wie die des Dokukanals in ZDFneo plant die ARD mit Einsfestival aber nicht. "Die Verjüngung des Programms ist ein Prozess, der beständig fortgeführt wird", betont Helfried Spitra, Leiter der Hauptabteilung Programmmanagement Fernsehen beim WDR, gegenüber medien-mittweida.de. Schrittweise soll das Programm angepasst und überarbeitet werden. Gute Ansätze gibt es vor allem bei den Eigenproduktionen bereits. Das selbstproduzierte Magazin "EINSWEITER" ist eines der erfolgreichsten Formate des Senders. Auch die ursprünglich vom WDR ausgestrahlte Comedy-Sendung “NightWash” läuft nach einem kurzen Intermezzo bei Comedy Central nun bei Einsfestival und entwickelt sich laut Spitra "gut". <br /><strong><br />Kaum Geld für Neuproduktionen</strong><br /><br />Für die Entwicklung neuer Eigenproduktionen oder den Einkauf internationaler Serien und Formate fehlt bei dem auf etwa 2,5 Millionen Euro begrenzten Budget momentan allerdings das Geld. Pläne gäbe es laut Spitra genügend, "aber ohne eine weitere gesicherte Finanzierung müssen diese in der Schublade verbleiben". Da verwundert es nicht, dass Einsfestival momentan noch viele ältere ARD-Produktionen ausstrahlt und die Wiederholung des Tatorts eine der erfolgreichsten Sendungen ist. <br /><br />Ein Rezept für ein erfolgreiches Programm, das jüngere Menschen anspricht, gibt es selbstverständlich nicht. Langfristig werden sich neue Zielgruppen nur mit neuen und qualitativ hochwertigen Formaten anlocken lassen, die den Zeitgeist treffen und für das Publikum in irgendeiner Weise relevant sind. Ganz nach dem Motto: Innovation trifft Glück. <br /><br />Bisher durchgeführte Programmänderungen können also nur der Anfang sein, die Verjüngung muss für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in den nächsten Jahren zu einem der Hauptziele werden – nicht nur in den Sparten-, sondern vor allem auch in ihren Hauptprogrammen. Auch Helfried Spitras schwammige Aussage, dass das Publikum von Einsfestival "nach dem KI.KA das niedrigste Durchschnittsalter der ARD-Programme" hat, lässt vermuten, dass der durchschnittliche Zuschauer bisher wohl immer noch näher an den 60 Jahren des ARD- als an den 25 Jahren des KI.KA-Durchschnitts liegt.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/WANTED_Junges_Publikum.html</link>
      <pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Vom Schülerreporter zum Verleger</title>
      <description><![CDATA[]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/multimedia-einzelansicht/items/vom-schuelerreporter-zum-verleger.html</link>
      <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Scheitern des Internet Explorers</title>
      <description><![CDATA[<div>Nach mittlerweile einem Monat liegen die Fakten auf dem Tisch. Durch eine Sicherheitslücke im Internet Explorer wurden systematisch US-Technologieunternehmen mit Schadcode infiltriert, um an wertvolle Programmquellcodes zu gelangen. Aufsehen erregte die Aktion mit dem <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html">angekündigten Geschäftsaustieg Googles</a> aus China. Der Ausgang des ausgeklügelten Angriffs ("Operation Aurora") wird in chinesischen Regierungskreisen vermutet.<br /><br /></div> <div><strong>Angriff auf 32 Unternehmen<br /><br /></strong></div> <div>Möglich wurde diese Attacke durch ein gezieltes Senden von E-Mails an die Mitarbeiter der Unternehmen. Laut dem Sicherheitsunternehmen McAfee bestand das <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://blogs.adobe.com/conversations/2010/01/no_evidence_to_suggest_adobe_t.html">Problem allein im Internet Explorer</a> und wurde nicht wie in zahlreichen Medien berichtet durch eine Lücke in Adobes Acrobat Reader verursacht. Vielmehr lag das Problem in einer fehlerhaften Speicherreferenz in vielen Versionen des Browsers und ist somit allein von Microsoft zu verantworten. Die Lücke wurde im Herbst 2009 vertraulich an Microsoft gemeldet.<br /><br /></div> <div><strong>Microsofts unrühmlicher Umgang mit Sicherheitsupdates<br /><br /></strong></div> <div>In der Vergangenheit viel Microsoft vermehrt unangenehm mit zu langen Wartezeiten auf Sicherheitsupdates auf. Während Mozilla und Google ihre Browser meist innerhalb weniger Tage aktualisieren hat sich bei dem Softwareriesen auf Redmond der jeweilige neunte Tag jedes Monats festgesetzt – "Patch Day" ist Systemadministratoren ein Begriff. Wegen dieser stupiden Update-Routinen müssen Benutzer annähernd ein Monat auf eine Lösung warten. Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist das Sitzen auf der Wartebank zu viel. Es rät dringend davon ab, den Internet Explorer weiterhin zu benutzen und sich auf Alternativen zu besinnen.<br /><br /></div> <div style=" float: right; margin: 10px 0 10px 20px; border: solid 1px #BEBEBE; padding: 1px;"><img src="tl_files/medien-mittweida/pictures/2010/02_februar/20100213_me_bschmid_ie3.jpg" alt="Ist von der Aufmachung fast identisch. Klon MyVideo und Original YouTube." /><br /> <div class="news_full_image_text">Browserverteilung im Bereich Deutschland.<br />Je nach Quelle kann die Verteilung um einige <br />Prozentpunkte schwanken.<br />Quelle: http://getclicky.com, Bereich DE</div> </div> <div><strong>Kontinuierlicher Rückgang<br /><br /></strong></div> <div>Diesen Aufruf sind viel Benutzer schon seit den letzten Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen gefolgt. Seit dem Aufkommen des Firefox Browsers 2004 verlor Microsoft kontinuierlich Marktanteile. Dies mag daran liegen, dass nach dem "Browser-Krieg" in den 90er Jahren gegen Netscape der Internet Explorer als alleiniger Sieger hervorging und die Redmonder daraufhin das Entwicklerteam 2001 auflösten. Bis 2004 gab es keine neuen Features, lediglich ein paar Sicherheitslücken wurden behoben. Nach dem Erstarken des Firefox, der als Abzweig aus der Weiterentwicklung des Netscape Projekts hervorging, liefern sich heute beide Anbieter ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Deutschland.<br /><br /></div> <div><strong>Missachtung vieler Webstandards<br /><br /></strong></div> <div>Völlig verfehlt hat Microsoft bisher das kontinuierliche Umsetzen von Webstandards des W3-Consortiums. Anstatt den Empfehlungen zu folgen, interpretiert der Browser heute mit teilweise völlig unterschiedlichen Techniken die Webseiten. Das hat zur Folge, dass Entwickler einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Zeit für das Optimieren ihrer Projekte aufwenden müssen und weniger verbreitete Browser nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhielten. Mit Einführung der Version 8 näherten sich die Programmierer allmählich jahrelang etablierten Standards an. Mit aktuellen zehn Prozent ist die Katastrophenversion 6 leider immer noch im Internet vertreten, wird aber mittlerweile mehr und mehr von <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://googleenterprise.blogspot.com/2010/01/modern-browsers-for-modern-applications.html">führenden Webseiten ignoriert</a>.<br /><br /></div> <div><strong>Lohnende Alternativen<br /><br /></strong></div> <div>Wer sich die Tücken der Schweizer-Käse-Software nicht mehr bieten lassen möchte, kann zurzeit von einer noch nie dargebotenen Vielzahl an leistungsfähigen Browsern wählen. Führende Alternative ist <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.mozilla.com/firefox/">Mozilla Firefox</a>, der mit tausenden Erweiterungen glänzt. Wer es schneller im Internet mag, ist mit <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.google.com/chrome">Google Chrome</a> gut aufgehoben, den es auch ohne die in Deutschland gefürchtete <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.srware.net/software_srware_iron_download.php">Googleeinbindung</a> gibt. Mit der Einführung von Erweiterungen wird Chrome in naher Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen. Neusten Trends folgt der norwegischen Browser Opera – schon bald wird dieser die <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://my.opera.com/chooseopera/blog/2009/02/05/meet-carakan-and-vega">3D-Beschleunigung der Grafikkarte ausnutzen</a>. Auf allen Mac-Rechner schon vorinstalliert ist <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.apple.com/safari/">Apples Safari</a>, den es seit zwei Jahren ebenfalls für Windows-Maschinen gibt.</div>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/das-ewige-scheitern-des-internet-explorers.html</link>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Touch Tablets auf dem Vormarsch</title>
      <description><![CDATA[<div>Apple hat es kürzlich, Google will es bald haben und Amazon verdient sich damit schon lange eine goldene Nase. Tablet-Computer liegen voll im Trend. Am Dienstag stellte Google-Designer Glen Murphy ein <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.youtube.com/watch?v=debO2FroXA0">Konzept für ein Tablet</a> auf Basis des Betriebssystems Chrome OS vor. Tablets, zu Deutsch "Notizblock", bezeichneten lange eine Kombination aus Laptop und berührungsempfindlichen Bildschirm. Großes Manko war für viele Jahre die weiterhin notwendige Tastatur, die wenigsten Geräte verstanden logische Gesten wie Ziehen und Schieben auf dem Bildschirm. Seit dem das iPhone aber den Touch-Markt revolutionierte, trauen sich immer mehr Anbieter ganz auf die Tastatur zu verzichten.<br /><br /></div> <div><strong>Magische Tinte<br /><br /></strong></div> <div>Den Startschuss gab 2007 Amazon. Der Shoppingriese aus Seattle erweiterte sein <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.amazon.com/e-Docs-Books">Bücherangebot auf digitale Inhalte</a> und veröffentlichte das passende Lesegerät gleich mit. Das Kindle erwies sich als Erfolgshit in den USA. Während der Weihnachtszeit verkaufte Amazon sogar mehr elektronische Bücher als Papierwerke. Das Konzept ist einfach. Wo früher unhandliche Pfundsgewichte einem entspannten Lesen im Sessel entgegenstanden, liest es sich auf dem dünnen Tablet komfortabler. Das Kindle entzückt auch noch mit langer Akkulaufzeit und gestochen scharfen Display. Zum Bücherladen muss auch nicht mehr gegangen werden, im Online-Store ist jedes Buch verfügbar.<br /><br /></div> <div><strong>Der Tod eines Tablets<br /><br /></strong></div> <div>Mit großer Erwartung kündigte im Februar 2009 der Technikblog TechCrunch die <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.techcrunch.com/2009/06/03/crunchpad-the-launch-prototype/">Entwicklung eines eigenen Tablets</a> an – mit einem Preisknüller von nur 200 US-Dollar. Immer wieder veröffentlichte der Blogurheber Michael Arrington Fotos vom Crunchpad, bis das Projekt wegen <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.techcrunch.com/2009/11/30/crunchpad-end/">"Diebstahl von geistigem Eigentum"</a> Ende November letzen Jahres aufgegeben wurde. Denn über Nacht veröffentlichte der Kooperationspartner im Alleingang das Produkt unter neuem Namen. Seitdem streiten sich beide Partner gerichtlich um eine Einigung über das Pad. Schlecht nur, dass dieses nun für den exakten Preis wie Apples iPad verkauft wird, womit der Tod eines Anfangs sehr erfolgsversprechenden Produktes vorprogrammiert ist.<br /><br /></div> <div><strong>Das iPad ist ein großes iPhone<br /><br /></strong></div> <div>Als letzte Woche Apple auf der Mac-World das lang erwartete <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.apple.com/ipad/features/">Tablet</a> präsentierte, seinen Online-Store um eine Bücherliste erweiterte und Steve Jobs während der Präsentation durch digitale Seiten der "The New York Times" blätterte, sahen die Journalisten das Potenzial des Tablets sofort – vielleicht entwickeln sich die E-Reader sogar als Retter der krisengeschüttelten Printpresse. Das iPad bietet technisch gesehen leider keine Revolution, im Großen und Ganzen könnte es als großes iPhone beschrieben werden. Selbst das Betriebssystem ist mit dem Smartphone identisch. Damit teilt das iPad eine große Gemeinsamkeit mit vielen "Lesebrettern" – es handelt sich um geschlossene Systeme.<br /><br /></div> <div><strong>Keine offenen Standards<br /><br /></strong></div> <div>Weder können Entwickler die Reader mit eigenen Programmen erweitern, ohne durch langwierige Zulassungsverfahren gezwungen zu werden, noch sind die Bücher von Amazon oder Apple auf anderen Geräten lesbar. Und es gibt leider noch immer <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_e-book_formats">keine allgemeingültigen Standardformate</a>, auf fast allen Systemen ist die Software nicht als OpenSource verfügbar. Begeistern dürfte daher die kürzlich <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.wired.com/gadgetlab/2010/02/mockups-of-a-chrome-os-tablet/">veröffentlichen Entwürfe Googles</a> für ein Touchpad. Trotz eher zögerlicher Bestätigung durch Produktmanager ist von der Nutzung des gerade in Entwicklung befindlichen <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://dev.chromium.org/chromium-os">Chromium OS</a> auszugehen. Dieses Betriebssystem ist OpenSource und dürfte somit allgemeingültiger Standards nachkommen und einer schnellen Erweiterung dürfte somit nichts im Wege stehen.</div>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/Touch_Tablets_auf_dem_Vormarsch.html</link>
      <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>Belästigen mittels Mausklick</title>
      <description><![CDATA[<p>40 Prozent. So groß ist mittlerweile der Anteil des sogenannten Cyber-Stalkings an den gesamten Stalking-Fällen. Seit Jahren steigt dieser Anteil. Ein besonders beliebter Platz zum Nachstellen ist mittlerweile das Internet geworden. Die Spannweite reicht von der Veröffentlichung intimer Fotos bis zum Hacken des ICQ-Accounts, über den dann diskreditierende Botschaften verschickt werden.</p> <p>Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Stalking des 21. Jahrhunderts aussieht. Wegen Stalkings, Schwarzsurfen und falscher Verdächtigung wurde vor kurzem eine 29-jährige Hamburgerin verurteilt. Als Medium hatte sie sich des Social Networks studiVZ bedient. Mittels drei Scheinidentitäten manipulierte sie ihren Ex-Freund und seine Freundin. Ihr erster Schritt bestand darin, mittels eines weiblichen Fake-Accounts Kontakt zu der neuen Freundin ihres Ex herzustellen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Das gelang der Verurteilten. Mit den Informationen, die sie nun von ihr bekam, diskreditierte sie sie mit einer männlichen Scheinidentität. Schlussendlich schaffte sie es sogar, ihrem Ex-Freund glaubhaft zu machen, dass seine neue Freundin neulich sein Auto beschmiert habe. Dieser trennte sich daraufhin von ihr und zeigte sie an. Der Plan der Hamburgerin scheiterte aber, da sie Spuren im Internet hinterlassen hatte, die sie am Ende überführten.</p> <p><strong>Die Möglichkeiten sind vielfältig</strong></p> <p>Dieses Beispiel zeigt, dass aufgrund der technischen Entwicklung Stalking heutzutage mehr ist, als das bloße Verfolgen des Opfers oder das Ausüben von Telefonterror. Beim Cyber-Stalking sind hauptsächlich Frauen betroffen. 86 Prozent aller Opfer sind weiblich. Das liegt unter anderem daran, weil Frauen während einer Beziehung unvorsichtiger mit wichtigen Passwörtern umgehen und diese somit auch dem Partner bekannt werden. Desweiteren verfügen meist die Männer über die technischen Fertigkeiten um die neuartigen Methoden der Überwachung zu nutzen und so das Opfer zu stalken. Von Handyortung über SMS-Weiterleitung auf das eigene Handy bis hin zu Diensten, die Telefonate mitschneiden, lassen sich in den Weiten des Internets zahlreiche Möglichkeiten finden, um einer Person nachzustellen.</p> <p><strong>Auswirkungen für die Ewigkeit</strong></p> <p>Die Folgen von Cyber-Stalking stehen denen durch gewöhnliches Stalking in keiner Weise nach. "Die Folgen von digitaler Gewalt sind massiv", so Angela Wagner, Beraterin beim Frauennotruf Frankfurt am Main, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Besonders die Langlebigkeit ist ein schwerwiegender Faktor. Während dem gewöhnlichen Nachstellen durch eine Verurteilung des Stalkers meist ein Riegel vorgeschoben werden kann, bleiben manche Auswirkungen von Cyber-Stalking mit unter für die Ewigkeit. Einmal im Internet veröffentlichte und weiter verbreitete intime Bilder, bekommen die Betroffenen oft nur noch schwer aus den Weiten des World Wide Webs getilgt. Sogenannte "Reputation Defender" haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, Rufschädigungen aus dem Internet zu löschen. Diese Dienste sind jedoch kostenintensiv und versprechen keine 100-prozentige Erfolgsaussicht. Angela Wagner fordert dazu auf, sich bei Cyber-Stalking sofort zur Wehr zu setzen, sonst werde der Täter immer weiter machen. "Man kann eigentlich immer etwas gegen digitale Gewalt ausrichten", macht Wagner den Betroffenen Mut.</p>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/belaestigen-mittels-mausklick.html</link>
      <pubDate>Mon, 08 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
      <guid>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/belaestigen-mittels-mausklick.html</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Der dritte Weg</title>
      <description><![CDATA[<strong></strong>Auf dem Weg zur Arbeit schon mal Mails checken, sich mit Freunden und Bekannten auf Facebook austauschen, 24 Stunden täglich, auch wegen Kleinigkeiten, erreichbar sein. Das ist Alltag, das alles machen wir freiwillig. Wir müssten nicht, wenn wir nicht wollten. Harmut Rosa, Jenaer Soziologieprofessor widersprach diesem Eindruck vor Kurzem in einem Interview mit der <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.zeit.de/2010/01/Interview-Rosa?page=all">ZEIT</a>: "Das große Missverständnis der Beschleunigungsgesellschaft ist es, zu meinen, wir könnten souverän über unsere Zeit bestimmen." Wir müssten ständig kommunizieren, schon aus Angst nicht mehr gehört zu werden.<br /><strong><br />Untergang des Abendlandes</strong><br /><br />Was diese ständige Kommunikation anrichtet, ist auch Thema des Buches "Payback" von FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher. Er zeichnet aus erzwungener allgegenwärtiger Vernetzung, dem Mangel an Aufmerksamkeit und den kapitalistischen Dimensionen des Internets ein fast apokalyptisches Bild. Datenbanken von Unternehmen und Regierungsorganisationen erstellen ein Profil, mit dem Menschen nur noch mathematisch beurteilt werden. "Es sind Rechner, die nicht nur über unseren Weg zur Eisdiele per Navigationssystem urteilen und entscheiden [...], sondern auch über Lebensläufe, Fähigkeiten, Potentiale." Laut Schirrmacher wird moderne Mediennutzung die Gehirne ihrer Nutzer so verändern, dass er ohne Unterstützung durch den Computer der Informationsflut hilflos ausgeliefert ist. Sein Ausweg aus der digitalen Abwärtsspirale ist ein institutioneller: Schule und Universität müssten einen anderen Umgang mit Informationen lehren.<br /><strong><br />Bessere Menschen</strong><br /><br />Schirrmachers Buch hat viel Kritik und Häme geerntet. Von Generationenkonflikt und reaktionärer Angstmache war da die Rede. Besonders scharf waren die Reaktionen von Seiten der Technologieutopisten. Das Internet bietet viele neue Möglichkeiten der Interaktion und der gesellschaftlichen Beteiligung. Diese Möglichkeiten sollen uns zu besseren, freieren Menschen machen, die nicht mehr von staatlichen oder marktwirtschaftlichen Strukturen abhängig sind: "Wir werden von den Datenmassen darauf zurückgeworfen, über das 'Warum' jeglicher Interaktion nachzudenken, wirklich gerechte Formen der Partizipation und Kollaboration werden über Online-Tools möglich und entwickeln das gesellschaftliche Zusammenleben weiter."<br /><strong><br />Konsumenten haben Einfluss</strong><br /><br />Wenn Beschleunigung also ein gesellschaftliches Phänomen ist, dem wir uns nicht individuell entziehen können, obwohl wir es vielleicht wollen, wie dann damit umgehen? Schon seit einigen Jahren macht, die Slow Food Bewegung von sich reden. Dahinter steckt die Idee, Biolebensmittel bewusst zuzubereiten und mit anderen zu teilen. Auch do it yourself, also selbst handwerklich etwas herzustellen oder die eigene Umwelt zu beeinflussen, hat im vergangenen Jahrzehnt großen Zuspruch erfahren. Die Gruppe der bewussten Konsumenten hat nun schließlich auch ein großes Thema unserer Zeit gefunden: den Medienkonsum.<br /><br />Benedikt Köhler, Sabria David und Jörg Blumtritt haben die <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.slow-media.net/manifest">Slow Media</a> Initiative gegründet, qualitativ hochwertig produzierte Medien zu unterstützen. In ihrem Manifest sprechen sie sich für selbstbestimmten und genussvollen Medienkonsum aus. Nicht die Geschwindigkeit eines Mediums soll den Ausschlag geben, sondern seine Qualität und Interaktion mit dem Nutzer. Wenn diese Gedanken sich zumindest bei einigen Internetusern durchsetzen, wird auch bald ein größeres Angebot von gut gemachten, langsamen Medienprodukten entstehen.]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/der-dritte-weg.html</link>
      <pubDate>Fri, 29 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>TV-Tipp</title>
      <description><![CDATA[<strong>Samstag, 30. Januar: Der Pianist</strong><br /><br />Roman Polanski gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten europäischen Regisseuren. Mit "Der Pianist" gelang dem heute 76-Jährigen nicht nur eine herausragende Literaturverfilmung, sondern auch die Aufarbeitung seiner eigenen Jugend.<br /><br />Wladyslaw Szpilman und seine Großfamilie leben in Warschau, als die Deutschen mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in Polen einfallen. Die Juden werden in das Ghetto gesperrt, welches durch eine hohe Mauer vom Rest der Stadt abgeschnitten ist. Dort vegetieren sie unter widrigsten Bedingungen und sind den Grausamkeiten der SS ausgesetzt. Während Wladyslaw als Pianist versucht seine Familie finanziell zu unterstützen, werden immer mehr Juden ermordet, ausgebeutet und deportiert. Wladyslaw  Szpilman entgeht dem Transport in ein Konzentrationslager, wird dabei jedoch von seiner Familie getrennt. Mit Hilfe zweier befreundeter Polen kommt er in einer leeren Wohnung außerhalb des Ghettos unter. Von nun an versteckt sich der Pianist vor den Nazis, leidet Hunger und flüchtet immer wieder in andere Verstecke. Kurz vor Kriegsende entdeckt ihn jedoch der deutsche Offizier Wilm Hosenfeld in einer Ruine - und lässt ihn am Leben.<br /><br />Roman Polanskis "Der Pianist" ist ein merkwürdig wirkender Film. Gezeigt wird die Hölle des Warschauer Ghettos mit all ihrem Leid, all den Grausamkeiten und der Unmenschlichkeit, zu der Menschen im Stande sind. Inmitten dessen: der gebrechliche, hochbegabte Pianist Wladyslaw Szpilman. Er versteht all die Geschehnisse nicht, versucht sie mit seinem Klavierspiel zu verarbeiten. Nach und nach merkt er, es geht ums bloße Überleben und realisiert, in welch zerstörten Welt er sich befindet. Es folgt die schicksalhafte Begegnung mit dem deutschen Offizier. Ein zutiefst erschütternder, von einem ergreifend aufspielenden Hauptdarsteller getragener Holocaust-Film. Unter anderem ausgezeichnet mit drei Oscars und der goldenen Palme von Cannes. <em>23.30 Uhr,NDR, Drama F/D/GB/P '02, Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Frank Finlay; Regie: Roman Polanski</em><br /><br /><strong>Montag, 1. Februar: Zodiac</strong><br /><br />San Francisco Ende der 1960er Jahre: Der selbsternannte "Zodiac"-Killer hält Polizei und Medien in Atem. Er hat nicht nur bereits fünf Menschen umgebracht, sondern drängt mit codierten Briefen, in denen er seine Opfer und Verfolger verhöhnt, in die Öffentlichkeit. Der Journalist Robert Graysmith ist fasziniert von dem Psychopathen und steigert sich immer mehr in den Fall hinein. "Zodiacs" Morde haben mit der Zeit immer weitreichendere Auswirkungen und versetzen eine ganze Stadt in den Ausnahmezustand. Der Killer scheint nicht auffindbar zu sein.<br /><br />85 Millionen Dollar ließ sich Meisterregisseur David Fincher den Thriller über den Puzzle-Mörder kosten. Seiner detaillierten Darstellung einiger Dekaden des 20. Jahrhunderts sieht man das Budget zu jedem Zeitpunkt an. Ebenfalls glänzt der Film durch eine wendungsreiche Geschichte, ausgefeilte Dialoge und einer überraschend guten deutschen Synchronisation. Bei über zweieinhalb Stunden Laufzeit, muss der Zuschauer jedoch etwas Geduld für die spannende Geschichte des "Zodiac-Killers" aufbringen. <em>22.15 Uhr, ZDF, Thriller USA '07, Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo; Regie: David Fincher</em><br /><br /><strong>Dienstag, 2. Februar: Unser Star für Oslo</strong><br /><br />Einer, der auszog das deutsche Liedgut zu retten. Stefan Raab hat sich vorgenommen dem regelmäßigen Versagen deutscher Kandidaten beim Eurovision Songcontest ein Ende zu bereiten. In Kooperation mit der ARD sucht ProSieben nun also den deutschen Beitrag zum diesjährigen Wettbewerb in Oslo. Raab, der bereits ausführliche Grand-Prix-Vorkenntnisse hat, sucht dabei weder eine "Tussi", noch einen "geklonte Popstar so wie im letzten Jahr".<br /><br />Auch wenn die Zusammenarbeit mit den öffentlich-Rechtlichen nur schwer in Gang kam, so verspricht das Format Erfolg: Raab war als Teilnehmer beziehungsweise Produzent von Max Mutzke für die erfolgreichsten deutschen Beiträge der letzten Jahre verantwortlich. Seine Kreativität kennt keine Grenzen und mit seinem Gespür für Talente sollte es gelingen, aus mehr als 5.000 Bewerbern den angestrebten Top-Ten-Kandidat zu ermitteln. Unterstützt wird Raab in der Jury von prominenten Musikern. Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich moderieren die Shows. ProSieben zeigt fünf Ausscheidungsshows, sowie das Halbfinale. Die ARD zeigt das Viertelfinale sowie die finale Entscheidung am 12. März. <em>20.15 Uhr, ProSieben, Castingshow D '10, 6 Ausgaben jeweils Dienstag; produziert von Brainpool</em>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1462.html</link>
      <pubDate>Fri, 29 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
      <guid>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1462.html</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Virtuelles Skalpell</title>
      <description><![CDATA[In modernen Krimiserien sind die Gerichtsmediziner meist hochintelligent, jung, hübsch und liefern ihre wissenschaftlichen Befunde mit beinahe übersinnlich anmutender Schnelligkeit und Genauigkeit ab. Dank dieser Fernseh-Pathologen erlebte der Beruf des Rechtsmediziners in den letzten Jahren einen Boom und die Anzahl der Bewerber steigt im "CSI-Zeitalter" rasant an. <br /><br />Im Gegensatz zu vielen ihrer meist US-amerikanischen TV-Kollegen sieht der Arbeitsalltag für die Wissenschaftler vom Institut für Rechtsmedizin an der Universität Bern zwar wesentlich unglamouröser aus, jedoch ist ihre Arbeit fortschrittlicher. Die Schweizer Forscher rund um den Direktor Prof. Michael Thali greifen seit 2001 für eine Autopsie nicht mehr zum Skalpell. Sie entwickelten die Virtopsie, ein Verfahren, das in vielen Fachpublikationen als "revolutionär" beschrieben wurde. Virtopsie steht für virtuelle Autopsie und dokumentiert sowohl den äußeren als auch den inneren Zustand eines Leichnams auf das Genauste, ohne dass dieser aufgeschnitten werden muss.<br /><br />Zunächst wird dafür die komplette Körperoberfläche mit einem Laserscanner millimetergenau abgetastet, sodass ein dreidimensionales Bild entsteht. Der Laser registriert dabei auch kleinste Unregelmäßigkeiten und Verletzungen. Anschließend kommt der jetzt aus hygienischen Gründen in einen Leichensack gehüllte Tote in einen Kernspintomografen, wo das Körperinnere durch die radiologischen Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Mehrschicht-Spiral-Computertomographie (MSCT) dokumentiert wird. Mithilfe von spezieller Software können die Wissenschaftler den Toten nun am Computer betrachten. Statt die verschiedenen Schichten angefangen von der Muskulatur, über die Organe bis hin zum Skelett mit dem Skalpell freizulegen, können die Pathologen sie nun per Mausklick auswählen und in hoher Auflösung einzeln untersuchen. Wenn zuvor das Blut vollständig entfernt und durch ein Kontrastmittel ersetzt wird, lässt sich nach dem Scanvorgang auch der ganze Blutkreislauf bis in die kleinsten Kapillaren auf dem Bildschirm darstellen. Zum Schluss entnehmen die Rechtsmediziner per Biopsie Gewebeproben, die im Labor untersucht werden.<br /><strong><br />Aufklärung von Verbrechen </strong><br /><br />Mit einer Virtopsie kommt der Pathologe oft schneller zum Ziel als durch eine herkömmliche Autopsie. Außerdem zerstören zum Beispiel das Aufsägen von Schädeldecke und Brustkorb keine potentiellen Beweise. Alle gesammelten Daten werden dauerhaft gespeichert und können bei Bedarf an Experten in aller Welt geschickt werden, um eine unabhängige zweite Meinung einzuholen. Mit den subjektiven Protokollen, die bei einer traditionellen Autopsie erstellt werden, ist das kaum möglich. Auch wenn durch die gerichtsmedizinische Untersuchung nachgewiesen wird, dass ein Mensch durch Fremdverschulden starb, ist der Fall damit nicht automatisch gelöst. Oft werden zum Beispiel Hinweise auf den Täter oder Tathergang erst viel später gefunden. <br /><br />Diese können dann ganz einfach mit den bei der Virtopsie entstandenen Daten abgeglichen werden. Dabei hilft, dass nicht nur Leichen digital erfasst werden können. Auch die Oberfläche beinahe jedes beliebigen Gegenstands kann gescannt werden. Alles wird maßstabgetreu abgebildet, sodass Verletzungen zum Beispiel jederzeit mit potentiellen Tatwaffen abgeglichen werden können. Hilfreich ist das auch bei Aufklärung von Autounfällen, deren genauer Ablauf so rekonstruiert werden kann.<br /><br />Bis die Virtopsie allerdings zum Standard gehört, werden mindestens zehn Jahre vergehen. Das Verfahren ist noch sehr teuer, allein die Anschaffungskosten für die komplette technische Ausrüstung liegen bei knapp 1,5 Millionen Euro und eine gerichtsmedizinische Untersuchung durch die Virtopsie ist bisher noch mehr als doppelt so teuer wie eine herkömmliche Autopsie. <br /><strong><br />Religiöse und militärische Bedeutung</strong><br /><br />Trotzdem wird beim US-amerikanischen Militär bereits eine leicht vereinfachte Version der Virtopsie regelmäßig angewendet. Ungefähr 3.000 in Afghanistan oder dem Irak gefallene Soldaten wurden seit 2004 schon auf diese Weise untersucht. Die gewonnen Daten dienen nicht nur zur Aufklärung der genauen Todesumstände jedes Einzelnen, sondern sollen auch dabei helfen, die Schutzausrüstung weiter zu optimieren. Auch Vertreter verschiedener Religionen, die eine Obduktion oft ablehnen, zeigten sich schon an dem neuen Verfahren interessiert. Für strenggläubige Juden stellt die Autopsie zum Beispiel eine Entweihung des Körpers dar, die mit der minimal-invasiven Virtopsie umgangen werden kann. <br /><br />Generell ergänzt die virtuelle Autopsie die traditionelle bisher nur. Mit der Virtopsie lassen sich ungefähr 60 bis 80 Prozent der untersuchten Todesfälle aufklären. Bestimmte Befunde wie zum Beispiel die Verfärbung von Organen, die auf verschiedene Todesursachen hinweisen können, lassen sich trotz modernster Technik nicht stellen. Zudem ist die Virtopsie bisher nicht als Methode vor Gericht zugelassen, sodass alle durch sie entdeckten Beweise durch eine traditionelle Obduktion untermauert werden müssen. <br /><br />Die Rechtsmediziner von CSI verwendeten die Virtopsie in zwei Episoden, während deren fiktiver Serienkollege beim NCIS in einer Folge wie bei einer Virtopsie Computertomographie und MRT zur Klärung einer Todesursache einsetzte. Langsam springen also auch die Hollywood-Pathologen auf den virtuellen Zug auf.<br /><br /><strong><br />Einen Hintergrundbericht über die Virtopsie finden Sie in der <a title="Novum" onclick="window.open(this.href); return false;" href="tl_files/medien-mittweida/novum/NOVUM_Nr.04_27.01.10.pdf">aktuellen Ausgabe 04/2010 der NOVUM</a>.</strong><br /><br /><img title="Dieser Artikel ist in Kooperation mit Die NOVUM enstanden." src="tl_files/medien-mittweida/pictures/medienkooperation/koop_novum.jpg" alt="Dieser Artikel ist in Kooperation mit Die NOVUM enstanden." width="496" height="40" />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/virtuelles-skalpell.html</link>
      <pubDate>Thu, 28 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>TV-Tipp</title>
      <description><![CDATA[<strong>Samstag, 23. Januar: Auf Messers Schneide</strong><br /><br />Der betagte Multimillionär Charles Morse wird den Verdacht nicht los, dass seine Frau Mickey eine Affäre mit dem wesentlich jüngeren Fotografen Robert hat. Auch dieser hegt Argwohn gegenüber dem intellektuellen alten Mann. Das Schicksal will es, dass beide bei einem Abenteuerausflug in Alaska mit dem Flugzeug abstürzen. Abgeschnitten von der Außenwelt und verfolgt von einem riesigen Grizzlybär müssen sich beide zusammenraufen, um zu überleben. <br /><br />Vor der traumhaften Kulisse Alaskas entwickelt sich aus der (zugegeben arg konstruierten) Ausgangssituation ein hochspannender Abenteuerfilm. Die beiden Stadtmenschen legen in der Wildnis schnell ihre Lebensstandards schnell ab, als sie merken, dass es ums bloße Überleben geht. Dabei schwillt der Konflikt zwischen den beiden Protagonisten immer mehr an und wirkt durch das Spiel der Hauptdarsteller unheimlich packend. Fazit: Ein atmosphärischer Actionfilm mit einem herausragenden Darsteller-Duo. <em>20.15 Uhr, Vox, Abenteuerfilm USA '97, Anthony Hopkins, Alec Baldwin, Elle Macpherson; Regie: Lee Tamahori</em><br /><br /><strong>Montag, 25. Januar: Jahr der Wildnis</strong><br /><br />2009 begaben sich acht Kamerateams auf eine Reise, rund um den Globus. Das Ziel: In zwölf Monaten die spektakulärsten Naturschauspiele und Geheimnisse der Arten zu filmen. Das Ergebnis ist diese fünfteilige Dokumentationsreihe, die ARTE in deutscher Erstausstrahlung zeigt. Monat für Monat wird so gezeigt, welche Auswirkungen die Jahreszeitenwechsel auf die Flora und Fauna unseres Planeten haben. In wunderschönen Aufnahmen zeichnet die Dokumentation ein Bild über die Artenvielfalt der Erde und den Kreislauf des Lebens. Allein durch die Kraft der Bilder, gelingt der Serie ein Plädoyer für ein Leben in mehr Nachhaltigkeit und zur Erhaltung der Wunder der Natur. <em>Montag - Freitag 19.30 Uhr, ARTE, Dokumentation Südafrika '09, Regie: Allison Bean, Ralf Blasius</em><br /><br /><strong>Dienstag, 26. Januar: Fargo - Blutiger Schnee</strong><br /><br />Minneapolis, Minnesota: Jarry Lundegaard ist Autohändler und so gut wie pleite. Um an Geld zu kommen engagiert er zwei Kleinkriminelle, die seine Frau entführen soll. Der Schwiegervater soll ein saftiges Lösegeld zahlen, welches fifty-fifty unter Jarry und den Gangstern aufgeteilt wird. Soweit der Plan. Da die beiden Kidnapper jedoch weder die hellsten sind, noch ihre Kanonen unter Kontrolle haben, gibt es gleich eine Handvoll Leichen. Das Schein-Verbrechen ist gänzlich in die Hose gegangen und zu allem Übel nimmt die schwangere und ehrgeizige Dorf-Polizistin Marge Gunderson ihre Ermittlungen in der Angelegenheit auf.<br /><br />Joel und Ethan Coen gehören zu den talentiertesten Regisseuren Hollywoods. Mit "No Country for Old Men" gelang ihnen bei der Oscar-Verleihung 2008 der große Wurf. Bereits zwölf Jahre vorher gab es für "Fargo" den Oscar für das beste Drehbuch. Dabei ist der Film keineswegs massenkompatibel. Viele Szenen wirken zu absurd, um richtig ernst genommen zu werden. Alle Hauptdarsteller sind wunderbar gecastet und füllen ihre Rollen schnell mit Leben. <br /><br />"Fargo" ist eine bitterböse Verbrecher-Komödie. Auf der einen Seite extrem schrullige Charaktere und ein idyllisch wirkendes, verschneites Kaff mitten im Nirgendwo der Vereinigten Staaten. Dem gegenüber stehen verdammt komische Dialoge und ziemlich brutale Mordszenen. Lässt der Zuschauer sich auf diese Kombination jedoch ein, bekommt er eine der schwärzesten Komödien des modernen Kinos zu sehen. <em>22.35 Uhr, Tele5, Thriller-Komödie USA '96, William H. Macy, Frances McDormand, Steve Buscemi; Regie: Joel Coen</em>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1442.html</link>
      <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>Endlich wieder volle Säle</title>
      <description><![CDATA[In der Mitte des vergangenen Jahrzehnts erlebten die Besucherzahlen einen nicht gekannten Einbruch. Eine allgemeine Abwendung vom Kino als Freizeitgestaltung und das Aufkommen von DVDs und flächendeckendem Internetanschluss hatten berechenbare Konsequenzen: Kinosterben, weniger Besucher, Verzweiflung in der Branche. Alle Zeichen standen auf Krise. Doch wieder mal hatte ein altes Sprichwort die Gelegenheit sich zu bewahrheiten: Totgesagte leben länger.<br /><br /><strong>Deutscher Film auf deutschen Leinwänden</strong><br /><br />Eine Zahl sticht besonders aus den Positivmeldungen heraus: Satte 26 Prozent der Kinobesuche führten die Zuschauer im vergangenen Jahr in deutsche Produktionen. Zwar sind bei diesem Wert die internationalen Koproduktionen, darunter auch Knaller wie "Inglorious Bastards" oder "Der Vorleser", mit eingerechnet, er bleibt aber nichtsdestotrotz erstaunlich. Noch vor wenigen Jahren schließlich hätte sicher niemand deutschsprachige Kassenschlager vermutet: Die Filme galten als höchstens mittelmäßig produziert, meistens irgendwie melodramatisch und nicht gerade erfolgversprechend, wenn ein unterhaltsamer Kinoabend anstehen sollte. In den Top 10 des vergangenen Jahres finden sich gleich drei deutsche Produktionen: "Die Päpstin", "Zweiohrküken" und "Wickie". Letzterer landete sogar auf Platz drei und stammt von Michael Bully Herbig, der als Rettungssanitäter des deutschen Blockbusters betrachtet werden darf.<br /><br />Insgesamt hinterlässt der Blick auf die Charts aber eher einen schalen Nachgeschmack. Vier Fortsetzungen und fünf Literaturverfilmungen, als seien dem gemeinen Kinogänger Originalstoffe oder ganz neue Welten und Charaktere zu gefährlich. Dafür gab es erstmals die neue 3D-Technik in den Kinosälen zu bestaunen: Der Blockbuster "Avatar" war zwar im Prinzip ein "Pocahontas"-Remake, konnte aber durch seine imposanten Animationen überzeugen. Wie erfolgreich "Avatar" wirklich war, wird sich in den Zahlen von 2010 zeigen, schließlich ist er erst am 17. Dezember 2009 angelaufen. Der erfolgreichste Film des Jahres 2009 steht allerdings schon fest: Wer eine Karte für "Ice Age 3" kaufte, durfte einen Film für die ganze Familie erwarten. Platz zwei auf dem Treppchen gebührt "Harry Potter" - 6,1 Millionen Zuschauer wollten sehen, wie die Geschichte des britischen Zauberschülers weitergeht.<br /><br />Abschließend noch ein kleiner Appell: Liebe Kinobetreiber, Verleiher und Filmproduzenten. Wir haben uns DVDs und Downloads angeschaut. Das war aber nichts für uns. Wir gehen jetzt wieder in die Kinos und wir reden auch darüber. Wir wollen Komödien, Dramen, Kinderfilme, große Schauspieler und 3D-Action. Jetzt könntet ihr ja auch ein bisschen mutiger werden. Vielleicht kommen wir dann nicht nur für Unterhaltung und Weltschmerz, sondern auch um andere fantastische Film-Welten zu erleben.<br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/endlich-wieder-volle-saele.html</link>
      <pubDate>Thu, 21 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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      <title>In 10 Jahren zum Pflichtfernsehen</title>
      <description><![CDATA[N24 ist laut eigener Pressemitteilung 2009 "die klare Nummer 1 unter den Nachrichtensendern". Trotzdem ist der Sender für seinen Besitzer auch nach zehn Jahren Sendebetrieb ein einziges Minusgeschäft. Sonst würde Konzernchef Thomas Ebeling nicht öffentlich über den Verkauf des Spartenprogramms nachdenken. Es scheint sich die Frage zu stellen, ob Information überhaupt wirtschaftlich sein kann.<br /><br /><strong>Zehn Jahre N24</strong><br /><br />Ein kurzer Rückblick: Im Januar 2000 begann der Sendebetrieb von N24. Der Nachrichtensender der ProSiebenSat.1-Gruppe sollte von Beginn an n-tv die Zuschauer streitig machen. Jahrelang hatte die ProSiebenSat.1 Media AG versucht den Informationssender aus der RTL-Gruppe zu übernehmen. Letztendlich entschied man sich für die Gründung eines eigenen Nachrichtensenders, da der Kaufpreis für n-tv zu hoch erschien.<br /><br />"Der Wert gut recherchierter und präsentierter Nachrichten lässt sich nicht auf einen etwaigen Gegenwert durch Werbeeinnahmen reduzieren", gab die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Agnieszka Malczak in einem offenen Brief anlässlich der Sparpläne von ProSiebenSat.1 zu bedenken.<br /><strong><br />Abspielstation für Dokumentationen</strong><br /><br />"Ohne Nachrichten verkommt N24 über kurz oder lang zur Abspielstation für Dokumentationen", warnte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, angesichts der Spar-Debatte. Eine Abspielstation scheint N24 schon heute teilweise zu sein. Wer einen Narren an Waffen- und Kriegsgerät gefunden hat, ist hier oft gut aufgehoben. Die zumeist nordamerikanischen Produktionen strotzen vor Patriotismus.<br /><br />Unterdessen melden sich auch die Landesmedienanstalten in ihrer Funktion als Kontrolleur zu Wort. Der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der ALM, Thomas Langheinrich, gab am 19. Januar 2009 bekannt, die Arbeitsgemeinschaft werde sich "in den nächsten Wochen bemühen, dem Gesetzgeber Vorschläge zu übermitteln, die auch Grundlage für eine gesetzliche Novellierung des Rundfunkstaatsvertrages sein könnten." Eine Verpflichtung zur Einführung einer Nachrichtenpflicht für die privaten Sender scheint aus Sicht der ALM offenbar nötig. "Die aktuelle Diskussion um den Nachrichtensender N24 hat klar gemacht, dass wir eine breite Diskussion über Funktion und Rolle der privaten Sender führen müssen", sagte Langheinrich. Sollte sich diese Überlegung durchsetzen, müsste ein möglicher Verkauf des Informationssenders sicherlich überdacht werden.<br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/in-10-jahre-zum-pflichtfernsehen.html</link>
      <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>Kein Pfusch beim Fernsehen</title>
      <description><![CDATA[<a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.do1-tv.de">do1</a> ist das Studentenfernsehen der Technischen Universität Dortmund. Das Institut für Journalistik bietet die Mitarbeit als Lehrredaktion für die Fernsehausbildung an. Über 40 Studenten arbeiten in der Redaktion zusammen. 14-tägig erscheint der "Ortstermin". Die Inhalte des Formats sind vor allem regional geprägt und richten sich an die Einwohner der Region.<br /><strong><br />Chance, alles auszuprobieren</strong><br /><br />In den übrigen Wochen bietet do1 wechselnde Sendungen an. Mit Talkshows, Reportagen, Satire und einem Wissensmagazin versuchen die Studenten ihre Zuschauer zu erreichen. Prinzipiell soll jedes Redaktionsmitglied "alles ausprobieren. Deshalb ist auch nicht alles perfekt", erklärt Katalin Vales, die Chefin vom Dienst, gegenüber medien-mittweida.de. Durch die Breite der Ausbildung könne sich jeder, der über ein Jahr erfolgreich in der Redaktion mitgearbeitet hat, problemlos hat als freier Autor betätigen.<br /><br />Die Motivation der einzelnen Mitglieder der Lehrredaktion sei gut. Das Fernsehen habe von den vier Hochschulmedien "am meisten Arbeitsaufwand", sagte Vales. Insgesamt leistet jedes Redaktionsmitglied mindestens 96 Arbeitstage pro Jahr für das Fernsehen. Trotz der starken finanziellen Förderung durch die Hochschule "sind wir völlig frei in unseren Entscheidungen", so Vales. "Das Institut pfuscht ins tägliche Geschehen nicht rein."<br /><strong><br />Probleme bei Verbreitung des Angebots</strong><br /><br />Das Problem der Dortmunder war die Verbreitung des Angebots. Mit dem Ende des Offenen Kanal im Dortmunder Kabelnetz am 1. Januar 2009 waren die Sendungen nur online abrufbar. Durch die Einführung des "TV-Lernsender.NRW" ist das Problem mittlerweile Geschichte. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen beauftragte 2008 die TU Dortmund mit dem Aufbau des Ausbildungs- und Erprobungskanals. Das Konzept erarbeitete der ZDF-Redakteur Michael Steinbrecher.<br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/kein-pfusch-beim-fernsehen.html</link>
      <pubDate>Tue, 19 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
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    </item>
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      <title>Auch du bist Videojournalist</title>
      <description><![CDATA[<div>Mitte November letzten Jahres veröffentlichte der Videogigant aus Kalifornien eine neue Open-Source-Schnittstelle zum Verbinden von sogenannten Bürgerjournalismus und führenden Onlinemedien. Unter Bürgerjournalismus (Englisch: citizen journalism) wird das Publizieren von journalistischen Inhalten über Plattformen wie YouTube und Twitter verstanden. Dabei kann jeder kostenlos einen Account erstellen und seine Inhalte einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Weltweite Aufmerksamkeit gewann diese Art des Journalismus während den terroristischen Attacken in Mumbai und vor allem bei den Demonstrationen im Iran im letzen Jahr.</div> <div><br /></div> <div>Bisher mussten Nachrichtenagenturen schwerfällig passende Beiträge aus den Videoplattformen filtern. Das gründliche Verifizieren der Inhalte gestaltete sich als äußerst schwierig, da oftmals der Ursprung des Videos nicht mehr nachvollziehbar war - Filmaufnahmen verbreiten sich vielfach als Kopie im Internet.<br /><br /></div> <div style="border: solid 1px #BEBEBE; padding: 1px;"> <object width="513" height="305"> <param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tgGxi3hiOnY&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="513" height="305" src="http://www.youtube.com/v/tgGxi3hiOnY&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed> </object> <br /> <div class="news_full_image_text"> YouTube Direct erklärt.</div> </div> <div><br />Von jetzt an können Videos passend zu Themen direkt auf den Webseiten der Nachrichtenportale hochgeladen werden. Das ist sehr praktisch für Journalisten, die nun nicht mehr nach passenden Aufnahmen suchen müssen sondern sich direkt von den Benutzern beliefern lassen können. Im Gegenzug wird dem Erschaffer ein Platz auf einer renommierten Nachrichtenwebseite angeboten. Bessere Kontaktmöglichkeiten zur Videoquelle sollen das Verifizieren des Beitrags einfacher gestalten. So können laut Anfrage bei YouTube weitere Pflichtfelder eingebunden werden, die einer Totalanonymisierung entgegenwirken.</div> <div><br /><strong>Kostenlos ist nicht Umsonst<br /><br /></strong></div> <div>Anfangs erscheint dieser Service von YouTube als kostenlos, aber bevor Inhalte hochgeladen werden können ist eine Registrierung bei Google/YouTube erforderlich - mehr Möglichkeiten der Onlinewerbung für den Konzern. Die Zuordnung der Videos zu einem Event erweitert außerdem die Werbepalette - lokalisierte Werbung inklusive. Als problematisch können sich rechtliche Aspekte mit dem Videoupload erweisen. Auf Nachfrage bestätigte YouTube, dass der Urheber des Videos zuerst den Nutzungsbedingungen von Youtube und danach den Nutzungsbedingungen der jeweiligen Nachrichtenorganisation zustimmen muss - Videos die aus irgendeinem Grund nicht in den Rahmen von YouTube passen können also jederzeit entfernt werden - ein automatischer Mechanismus der vermehrt bei vermeintlichen Urheberverletzungen eingesetzt wird.<br /></div> <div><br />Mitte November suchte sich YouTube als erste Kandidaten Nachrichtenorganisationen wie die <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.huffingtonpost.com/">Huffington Post</a>, den <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.sfgate.com/">San Francisco Chronicle</a>, <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.washingtonpost.com/">Washington Post</a> sowie <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://abcnews.go.com/">ABC-News</a> aus. Eine interessante Anwendung war auf dem <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://blogs.aljazeera.net/hajj">Blog von Al Jazeera</a> im Dezember zu sehen. Zur jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka, dem Hadsch, rief der Sender seine Nutzer auf, persönliche Video-Eindrücke auf dem Blog zu teilen.</div> <div><br /><strong>Noch kein Durchstart in Deutschland</strong><br /><br /></div> <div>In Deutschland sind bisher auch drei Monate nach der Veröffentlichung keine Anwendungen aufgetaucht. Hendrik Zörner, Sprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) erwähnte zwar im Gespräch mit <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.pressetext.at/news/091117020/youtube-setzt-auf-buergerjournalismus-trend/">pressetex.at</a>: "Ein Tool, das Nachrichtenredaktionen hilft, schnell und unkompliziert mit den Herstellern von nachrichtenrelevanten nutzergenerierten Beiträgen in Kontakt zu treten, ist aus journalistischer Sicht sicherlich sehr sinnvoll". Doch ebenfalls erwähnt Zörner, dass YouTube doch mehr ein Unterhaltungsangebot sei - eine typische Sichtweise des Dienstes in Deutschland. Von einem Angriff auf klassische Nachrichtenagenturen und professionellen Kamerateams kann daher noch keine Rede sein.</div>]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/auch-du-bist-videojournalist.html</link>
      <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
      <guid>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/auch-du-bist-videojournalist.html</guid>
    </item>
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      <title>TV-Tipp</title>
      <description><![CDATA[<strong>Montag, 18. Januar: Schultze gets the blues</strong><br /><br />Ein charmanter Heimatfilm der etwas anderen Art mit einem liebenswerten Hauptdarsteller. Schultze lebt in einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt. Nachdem er in den Vorruhestand versetzt wird, langweilt sich der sympathische Opa schnell. In seinem Lieblingshobby, dem Akkordeon spielen, findet er auch keine Erfüllung mehr. Bis zu dem Tag, als er im Radio ein amerikanisches Stück hört. Von nun an, übt er jeden Tag besagte Melodie. Bei seinem Mitmenschen kommt der fremde Sound nicht gut an und so begibt sich Schultze auf eine Reise in die USA. Überrascht stellt er auf der Suche nach seiner Musik fest, dass die Amerikaner gerne deutschen Traditionen nachgehen.<br /><br />"Schultze gets the blues" ist ein ruhiger, liebevoll erzählter Road-Movie über die Reise eines alten Mannes. Nahezu alle Nebenrollen wurden mit Laienschauspielern besetzt, was dem Film eine wunderbare Authentizität verleiht. <em>23.59 Uhr, ZDF, Tragikomödie D '03, Horst Krause, Hannelore Schubert; Regie: Michael Schorr</em><br /><br /><strong>Donnerstag, 21. Januar: LOST</strong><br /><br />Die spektakuläre Mysteryserie kommt knapp ein Jahr nach der US-Ausstrahlung endlich mit der fünften Staffel nach Deutschland. Aufgrund schwacher Einschaltquoten tritt ProSieben die Serie an den Schwestersender Kabel1 ab, wo nun jeden Donnerstag Doppelfolgen laufen. Nachdem die "Oceanic 6" die Insel verlassen konnten, passieren dort nun seltsame Dinge. Die Insel springt durch Raum und Zeit, scheinbar weil Ben sie auf Jacob's Anweisung bewegte. Die verbliebenen "Losties", rund um Sawyer, Juliette und Locke finden sich mal in den 50er Jahren wieder, mal Mitte der 70er. In der Außenwelt versucht Jack verzweifelt seine Freunde zu einer Rückkehr zu überreden. Er weiß, dass alle auf der Insel verbliebenen in großer Gefahr sind und auch in ihrem neuen Leben haben Hurley, Kate, Sun und Sayid viele Schwierigkeiten.<br /><br />Wer kein Fan der Serie ist, wird es wohl auch nicht mir der fünften Staffel. "LOST" lebt, wie keine andere Serie das Konzept der <a href="http://us-tv-serien.suite101.de/article.cfm/serienformate_die_serial">Serial</a>. Die Erzählweise mit Rückblicken, Szenen aus der Zukunft oder parallel verlaufenden Handlungen in verschiedenen Zeitebenen, macht die Serie noch komplexer. Alle Charaktere sind glänzend besetzt und bei so manchem Dialog entsteht wahrlich Gänsehautatmosphäre. Wie fast alle amerikanischen TV-Produktionen erfüllt auch "LOST" die höchsten Produktionsstandards. Einziger Kritikpunkt aus deutscher Sicht: Die Synchronsprecher einiger Darsteller passen gar nicht zum Original. Für "Nicht-Losties" ein Graus, für Fans ein absolutes Highlight-Format: "LOST" zeigt, wozu Fernsehen im Stande sein kann: Eine intelligente Geschichte, spannende und vor allem tiefgründige Charaktere, eine Insel voller Geheimnisse und immer wieder neue Kniffe der Autoren ergeben in Symbiose eine der besten Serien der letzten Jahre. <em>21.15 Uhr, Kabel1, Mysteryserie USA '08, Matthew Fox, Michael Emerson, Terry O’Quinn; Regie: J.J. Abrams, Jack Bender u.a.</em><br /><strong><br />Freitag, 22. Januar: In der Hitze der Nacht</strong><br /><br />1967: In einer Kleinstadt im Süden der USA findet Sergeant Wood die Leiche eines stadtbekannten Unternehmers. Als ersten Verdächtigen und ohne weitere Ermittlungen verhaftet er am Bahnhof einen farbigen Fremden. Wie sich später herausstellt, ist dieser jedoch ein hoher Beamter der Mordkommission in Philadelphia. Wohl oder übel muss Polizeichef Gillespie, der fest von der Schuld des Schwarzen überzeugt war, diesen nun um Rat bitten, um den Fall lösen zu können. Dabei geraten beide aufgrund ihrer Vorurteile immer wieder aneinander.<br /><br />Ein Film über das (leider) immer noch aktuelle Thema Rassismus. Die Gegensätze der ultrakonservativen Südstaatenbevölkerung und des von sich allzu überzeugten Beamten aus dem Norden bringen die Ermittlungen immer wieder an den Rand des Scheiterns. Das Plädoyer gegen Fremdenhass ist dabei eingebettet in eine spannende Kriminalgeschichte. Getragen wird der Film auch von seinen Hauptdarstellern, denen es gelingt die jeweiligen Ansichten glaubwürdig und klischeefrei darzustellen. Auch nach über 40 Jahren ist dieser Kriminalfilm, ausgezeichnet mit fünf Oscars, topaktuell und einen Filmabend wert. <em>23.15 Uhr, WDR, Krimi USA '67, Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates; Regie: Norman Jewison</em><br />]]></description>
      <link>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1418.html</link>
      <pubDate>Fri, 15 Jan 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
      <guid>http://www.medien-mittweida.de/artikel/items/tv-tipp.1418.html</guid>
    </item>
  </channel>
</rss>