Eigentlich ist es wie in einem Film: Ein kleiner Verein aus Dattenfeld in Nordrhein-Westfalen feiert sein 100-jähriges Bestehen – mit großer Feier, aber eben in dem Rahmen, den sich ein Fünftligist wie Germania Windeck leisten kann. Dann gewinnt der Verein den Mittelrhein-Pokal und ist plötzlich in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde. Der Jubel ist groß, doch für das ganz besondere Geburtstagsgeschenk sorgen erst die Nationalspieler Kim Kulig und Simon Rolfes. Bei der Auslosung der DFB-Pokal-Gegner beweisen die Losfeen ein glückliches Händchen und so wird der FC Bayern München beim Fünftligisten zu Gast sein. "Ich war fassungslos. Ich habe es im ersten Moment überhaupt nicht begreifen können, war aber danach umso erfreuter über dieses Los", beschreibt Heinz Georg Willmeroth, erster Vorsitzender von Germania Windeck, seine Emotionen im Sportstudio bei der Auslosung.
Noch verblüffender wird das Ganze, wenn man ein Jahr zurückblickt. Auch damals gewann Germania Windeck den Mittelrhein-Pokal. Der Gegner in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde hieß dann FC Schalke 04. Damit, dass dieses Jahr ein noch größeres Los auf die Windecker wartet, konnte keiner rechnen: "Überhaupt nicht! Wir haben gesagt, wir nehmen es, wie es kommt und dann ist das natürlich ein absoluter Glücksfall, wovon zigtausende von Vereinen in dieser Republik träumen", schwärmt Willmeroth.
Nicht nur hoher ideeller Wert
Da das Stadion in Dattenfeld gerade mal 2.500 Zuschauer fasst, muss der Spielort verlegt werden. Wie bereits im vergangenen Jahr wird das Spiel im Rhein-Energie-Stadion in Köln stattfinden. Dieses hat 50.000 Plätze und schon nach vier Tagen waren über 10.000 Tickets verkauft. Mit den Zuschauereinnahmen eröffnen sich kaum erhoffte Möglichkeiten: Zum Beispiel kann die Infrastruktur der Platzanlagen in Dattenfeld ausgebaut werden, sodass – mit den Worten des ersten Vorsitzenden – "unsere Zuschauer es in Zukunft noch luxuriöser haben, als jetzt schon". Des Weiteren soll vor allem in den Jugendbereich investiert werden. Die jungen Spieler aus der Gegend wollen sich zeigen. "Das kann man sich ja vorstellen bei unserer NRW-Liga-Mannschaft und dem Trainerteam, das wir haben", nennt Willmeroth Gründe für den regen Zulauf. Immerhin heißt der Trainer Heiko Scholz, der unter anderem für Lok Leipzig, Dynamo Dresden, Bayer Leverkusen und Werder Bremen auflief und zur Wendezeit sogar Nationalspieler war. "Da werden wir natürlich auch einiges an Finanzkraft benötigen, um diese Ziele durchsetzen zu können", betont Willmeroth die wirtschaftliche Bedeutung des Spiels gegen den Titelverteidiger.
Natürlich sind die Erfolgserwartungen gegen den Rekordmeister eher gering: "Wir sind in Dattenfeld zwar Träumer, aber wir sind mit Sicherheit keine Fantasten und rechnen uns daher auch gegen die übermächtigen Bayern gar nichts aus." Das Motto, das Willmeroth für diese Begegnung ausgibt, lautet: "Den Bayern lange Paroli und den Zuschauern ein möglichst schönes Spiel bieten." Und diese Zuschauer sollen natürlich möglichst zahlreich sein: "Wir hatten letztes Jahr bei Schalke 16.000 Zuschauer. Wenn dieses Jahr gegen die Bayern 25.000 kommen, bin ich zufrieden, wenn 30.000 kommen, bin ich entzückt." Bei einem Durchschnittspreis von 30 Euro pro Karte würde das Einnahmen in Höhe von 750.000 Euro bis 900.000 Euro bedeuten.
Schöne Erinnerungen an Schalke
Maurice Gillen (rechts im Bild) ist als Torhüter bei Germania Windeck normalerweise "nur" für die Ligaspiele zuständig. Die Pokalspiele übernimmt die nominelle Nummer Zwei Michael Cebulla (Mitte des Bildes). Im vergangenen Jahr in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen FC Schalke 04 stand allerdings überraschend Gillen von Beginn an im Tor. In der 67. Minute konnte dieser dann sogar einen Handelfmeter von Rakitic parieren. Am Ende hieß es trotzdem 0:4 für den Favoriten. Eine schöne Geste am Rande: In der 76. Minute wurde Cebulla für Gillen eingewechselt – der zweite Keeper hatte mit drei gehaltenen Elfmetern im Mittelrhein-Pokal-Finale gegen den Bonner SC die DFB-Pokalteilnahme für Windeck erst möglich gemacht. medienMITTWEIDA sprach mit Maurice Gillen über die Ereignisse im vergangenen Jahr und das bevorstehende Spiel gegen den DFB-Pokal-Verteidiger FC Bayern München in vier Wochen.
Noch verblüffender wird das Ganze, wenn man ein Jahr zurückblickt. Auch damals gewann Germania Windeck den Mittelrhein-Pokal. Der Gegner in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde hieß dann FC Schalke 04. Damit, dass dieses Jahr ein noch größeres Los auf die Windecker wartet, konnte keiner rechnen: "Überhaupt nicht! Wir haben gesagt, wir nehmen es, wie es kommt und dann ist das natürlich ein absoluter Glücksfall, wovon zigtausende von Vereinen in dieser Republik träumen", schwärmt Willmeroth.
Nicht nur hoher ideeller Wert
Da das Stadion in Dattenfeld gerade mal 2.500 Zuschauer fasst, muss der Spielort verlegt werden. Wie bereits im vergangenen Jahr wird das Spiel im Rhein-Energie-Stadion in Köln stattfinden. Dieses hat 50.000 Plätze und schon nach vier Tagen waren über 10.000 Tickets verkauft. Mit den Zuschauereinnahmen eröffnen sich kaum erhoffte Möglichkeiten: Zum Beispiel kann die Infrastruktur der Platzanlagen in Dattenfeld ausgebaut werden, sodass – mit den Worten des ersten Vorsitzenden – "unsere Zuschauer es in Zukunft noch luxuriöser haben, als jetzt schon". Des Weiteren soll vor allem in den Jugendbereich investiert werden. Die jungen Spieler aus der Gegend wollen sich zeigen. "Das kann man sich ja vorstellen bei unserer NRW-Liga-Mannschaft und dem Trainerteam, das wir haben", nennt Willmeroth Gründe für den regen Zulauf. Immerhin heißt der Trainer Heiko Scholz, der unter anderem für Lok Leipzig, Dynamo Dresden, Bayer Leverkusen und Werder Bremen auflief und zur Wendezeit sogar Nationalspieler war. "Da werden wir natürlich auch einiges an Finanzkraft benötigen, um diese Ziele durchsetzen zu können", betont Willmeroth die wirtschaftliche Bedeutung des Spiels gegen den Titelverteidiger.
Natürlich sind die Erfolgserwartungen gegen den Rekordmeister eher gering: "Wir sind in Dattenfeld zwar Träumer, aber wir sind mit Sicherheit keine Fantasten und rechnen uns daher auch gegen die übermächtigen Bayern gar nichts aus." Das Motto, das Willmeroth für diese Begegnung ausgibt, lautet: "Den Bayern lange Paroli und den Zuschauern ein möglichst schönes Spiel bieten." Und diese Zuschauer sollen natürlich möglichst zahlreich sein: "Wir hatten letztes Jahr bei Schalke 16.000 Zuschauer. Wenn dieses Jahr gegen die Bayern 25.000 kommen, bin ich zufrieden, wenn 30.000 kommen, bin ich entzückt." Bei einem Durchschnittspreis von 30 Euro pro Karte würde das Einnahmen in Höhe von 750.000 Euro bis 900.000 Euro bedeuten.
Schöne Erinnerungen an Schalke
Maurice Gillen (rechts im Bild) ist als Torhüter bei Germania Windeck normalerweise "nur" für die Ligaspiele zuständig. Die Pokalspiele übernimmt die nominelle Nummer Zwei Michael Cebulla (Mitte des Bildes). Im vergangenen Jahr in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen FC Schalke 04 stand allerdings überraschend Gillen von Beginn an im Tor. In der 67. Minute konnte dieser dann sogar einen Handelfmeter von Rakitic parieren. Am Ende hieß es trotzdem 0:4 für den Favoriten. Eine schöne Geste am Rande: In der 76. Minute wurde Cebulla für Gillen eingewechselt – der zweite Keeper hatte mit drei gehaltenen Elfmetern im Mittelrhein-Pokal-Finale gegen den Bonner SC die DFB-Pokalteilnahme für Windeck erst möglich gemacht. medienMITTWEIDA sprach mit Maurice Gillen über die Ereignisse im vergangenen Jahr und das bevorstehende Spiel gegen den DFB-Pokal-Verteidiger FC Bayern München in vier Wochen.
| Bildquelle: Foto: Hardi Kuhn
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